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19. September 2017, 09:06
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Wohn-Riester: Die wichtigsten Fakten

Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen will, kann in Form der Wohn-Riester-Förderung Unterstützung vom Staat erhalten. Die LBS Bayern hat zentrale Informationen dazu zusammengefasst.

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Derzeit gibt es rund 1,7 Millionen Wohn-Riester-Verträge in Deutschland.

Vielen Bundesbürgern gelten eigene vier Wände als gute Altersvorsorge. Die Finanzierung eines Eigenheims ist im jetzigen Zinsumfeld günstig. Mit dem Wohn-Riester können Immobilienkäufer zudem staatliche Förderung in Anspruch nehmen.

Bei einem Immobilienkauf geht es um große Summen. Bringt die Wohn-Riester-Förderung da einen spürbaren Vorteil?

Die Wohn-Riester-Förderung kann bei einer Immobilienfinanzierung Vorteile von mehreren zehntausend Euro bringen. Jeder förderberechtigte Erwachsene erhält bislang 154 Euro Grundzulage im Jahr vom Staat. Ab 2018 steigt dieser Betrag auf 175 Euro.

Das gilt für diejenigen, die Eigenkapital für eine selbstgenutzte Immobilie ansparen, genauso wie für diejenigen, die ihr Darlehen abzahlen. Zusätzlich gibt es für jedes Kind 185 Euro und für ab 2008 Geborene sogar jeweils 300 Euro Kinderzulage oben drauf. In vielen Fällen kommen Steuervorteile dazu.

Das alles trägt dazu bei, dass der Immobilienkredit schneller abbezahlt werden kann. So spart man Zinsen und ist früher schuldenfrei. Die geförderten Spar- und Tilgungsbeiträge müssen allerdings ab dem Renteneintritt versteuert werden. Doch in der Regel liegt der Steuersatz im Ruhestand weit unter dem der Berufstätigkeit. Und dafür fällt die Belastung durch die Miete komplett weg.

Was muss man tun, um die Förderung zu bekommen?

Die Wohn-Riester-Förderung ist nicht an Einkommensgrenzen gebunden. Sie bekommt, wer vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Brutto-Vorjahreseinkommens in den Wohn-Riester-Vertrag einzahlt, maximal 2.100 Euro inklusive Zulagen. Teilweise reichen auch schon 60 Euro eigene Einzahlungen pro Jahr aus, um die Förderung zu erhalten.

Kann man Wohn-Riester auch nutzen, wenn man schon eine laufende Finanzierung hat?

Mittlerweile können auch Immobilienbesitzer profitieren, die schon vor 2008 ihr Haus oder ihre Wohnung erworben haben – also bevor es Wohn-Riester überhaupt gab. Bei einer Anschlussfinanzierung können sie ebenfalls die Förderung einbinden.

Warum steigt die Zahl der Wohn-Riester-Verträge an?

Derzeit gibt es rund 1,7 Millionen Wohn-Riester-Verträge in Deutschland. Allein im Jahr 2016 ist die Zahl der Verträge um rund 130.000 gestiegen. Ein Eigenheim ist aus Sicht vieler Menschen die bevorzugte Form der Altersvorsorge. Denn die eigenen vier Wände tragen dank der ersparten Miete erheblich zur Absicherung des Lebensstandards im Ruhestand bei.

Drei Viertel der Menschen in Deutschland sehen in einer eigenen Immobilie eine sichere Altersvorsorge. Das geht aus einer Studie hervor, die das Marktforschungsinstitut Kantar TNS unter anderem im Auftrag der Landesbausparkassen durchgeführt hat. Für fast zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) ist ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung sogar die beste Altersvorsorge. Der Studie zufolge hat etwa jeder Dritte Angst vor Altersarmut. Bei den Mietern sind es 42 Prozent, bei Immobilieneigentümern nur 28 Prozent.

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Wie soll eine Bausparkasse anders argumentieren. Leider wird der eigentliche Nachteil nicht herausgestellt: ob ich die Riesterzulagen in mein Darlehen laufen lasse ist marginal und entlastet den Immobilienkäufer unwesentlich. Statt dessen baut er keine Zusatzrente auf, muss diese aber ggfs fiktiv versteuern, nur mit dem Unterschied, seine Rente hat er in den Jahren zuvor schon ausgegeben und erhält nun keine. Also ein Kredit auf die Zukunft. Wohnriester ist real gesehen eine Rentenkürzung für die Nutzer und ein sehr schlechter Deal

    Kommentar von Müssig Heinz-Bert Vermögensberatung — 19. September 2017 @ 18:15

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