Anzeige
11. August 2017, 14:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienkauf: Branchenprofis fordern mehr Unterstützung vom Staat

Die Mehrheit der Immobilienprofis plädiert für mehr Unterstützung vom Staat beim Erwerb eines Eigenheims oder einer Wohnung. Das zeigt der Marktmonitor Immobilien 2017 von Immowelt. Die Förderung sollte jedoch an Einkommen und familiäre Situation gekoppelt sein.

Haus-familie-shutterstock 172265195 in Immobilienkauf: Branchenprofis fordern mehr Unterstützung vom Staat

Schutz vor den stetig steigenden Mieten, eine Versicherung gegen Armut im Alter: Immer mehr Deutsche sehen ihre Zukunft im Eigenheim. Doch gerade jungen Familien mit Kindern fehlt dafür oft das nötige Eigenkapital.

Helfen könne dabei nur eine stärke Förderung des Wohnungsbaus, sagt die Mehrheit der Immobilienprofis. Das ist eine Ergebnis des Marktmonitor Immobilien (MMI) 2017 von Immowelt. 79 Prozent der befragten Immobilienprofis sind der Ansicht, selbstgenutztes Wohneigentum solle stärker vom Staat gefördert werden.

Wohneigentum dient der Altersvorsorge

Als Grund für die Notwendigkeit eines stärkeren Engagements des Staates nannten die Makler mehrheitlich, Wohneigentum diene der Vermögensbildung und Altersvorsorge und könne so langfristig die staatlichen Kassen entlasten (71 Prozent).

Zudem sei eine Förderung notwendig, weil in einigen Städten ein Durchschnittseinkommen nicht mehr ausreiche, einen Immobilienerwerb zu finanzieren (55 Prozent). Außerdem seien die staatlichen Auflagen, etwa in Hinblick auf die Energieeffizienz so hoch, dass sich der Staat an diesen Kosten stärker beteiligen solle (55 Prozent).

Makler lehnen Gießkannenprinzip bei Förderung ab

Nach Auffassung der Immobilienprofis sollte aber nicht jeder gefördert werden. 59 Prozent der Makler gaben an, eine Förderung solle es nur geben, wenn das Einkommen ansonsten nicht für einen Immobilienerwerb ausreiche.

56 Prozent halten die familiäre Situation für ein wichtiges Kriterium – Familien mit Kindern sollten demnach eher gefördert werden als solche ohne. Allerdings: Immerhin 25 Prozent sind der Meinung: eine Förderung sollte jedem offenstehen.

Wie sich der Wohnungsbau anregen ließe

Gefragt nach konkreten Maßnahmen, wie der Staat dazu beitragen könnte, dass mehr gebaut wird, fordern drei Viertel der Befragten Steuersenkungen – zum Beispiel eine Reduzierung der Grunderwerbsteuer. Weniger Bürokratie und gelockerte Bauvorschriften wären für jeweils mehr als 60 Prozent der Befragten hilfreich, um für noch mehr Bautätigkeit zu sorgen.

Staat auch bei Mietwohnungen in der Pflicht

Nach Ansicht der befragten Immobilienvermittler ist der Staat aber nicht nur bei selbstgenutztem Wohneigentum in der Pflicht – es bedarf auch Marktanregungen für den Mietwohnungsbau.

So sind zwei Drittel der befragten Makler der Ansicht, ein Bürokratieabbau könne den Mietwohnungsbau anregen, knapp 60 Prozent befürworten eine Lockerung zu strenger Bauvorschriften. Jeweils gut die Hälfte fordert Steuersenkungen – und hier besonders eine Reduzierung der Grunderwerbsteuer, sowie eine Wiedereinführung der degressiven Abschreibung. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Grundsicherung: CDU-Politiker Laumann fordert Rentenzuschlag

Wer im Alter von finanzieller Grundsicherung abhängig ist, sollte nach dem Willen des CDU-Arbeitnehmerflügels einen Rentenzuschlag von 25 Prozent bekommen. Dieses Modell schlug der Vorsitzende der Vereinigung am Mittwoch in der “Rheinischen Post” vor.

mehr ...

Immobilien

USA: NAHB-Hausmarktindex fällt auf tiefsten Stand seit August 2016

Die Lage am US-Häusermarkt hat sich im November merklich eingetrübt. Der NAHB-Hausmarktindex sei um acht Punkte auf 60 Punkte gefallen, teilte die National Association of Home Builders (NAHB) in Washington mit.

mehr ...

Investmentfonds

Multi Asset: Vorsicht, Märkte am Scheideweg!

Durch Marktkorrekturen und die gestiegene Volatilität in diesem Jahr sind Anlageentscheidungen anspruchsvoller geworden – auch für solche Investoren, die auf eine ausgewogene Mischung von Anlageklassen in ihrem Portfolio achten. Thomas Kruse, Amundi Deutschland, sagt, warum der Fokus auf Qualität in Zukunft noch wichtiger wird.

mehr ...

Berater

Wirecard erwartet auch 2019 kräftigen Gewinnanstieg

Der Zahlungsabwickler Wirecard ist wegen des Booms im Onlinehandel auch für das kommende Jahr optimistisch. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde 2019 in einer Bandbreite von 740 bis 800 Millionen Euro erwartet.

mehr ...

Sachwertanlagen

Nur Augenhöhe wird erneut nicht reichen

Der Verband ZIA hat die Vorgaben des früheren BSI für Performanceberichte der Fondsanbieter als Verbandsstandard aufgehoben. Er wiederholt damit womöglich einen Fehler, den die Branche schon bei den Prospekten gemacht hat. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Wirbel um Krankenkassen-Klagen geht weiter – gegenseitige Kritik

Angesichts der Klagewelle um Behandlungskosten haben sowohl Vertreter der Kliniken als auch die Seite der Krankenkassen ihr Vorgehen verteidigt. Der Klageweg sei in einem Rechtsstaat nicht verwerflich, teilte am Freitag die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in Eisenberg mit.

mehr ...