21. Februar 2017, 07:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Preiseinbruch am Wohnimmobilienmarkt? Researchinstitute uneins

Im aktuellen Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2017 warnte Empirica vor drohenden starken Preisrückgängen am Wohnimmobilienmarkt. Das Researchinstitut Bulwien Gesa schätzt die Lage anders ein: Hohe Preiskorrekturen in den Metropolen seien unrealistisch.

Haus-chart-shutt 283278941 in Preiseinbruch am Wohnimmobilienmarkt? Researchinstitute uneins

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt befindet sich in einer Phase der Abkühlung. Uneinig sind sich die Researchinstitute Empirica und Bulwien Gesa, ob diese zu einem starken Absinken der Preise führen könnte.

Die Furcht vor massiven Korrekturen bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen hängt wie ein Damoklesschwert über Anlegern, Investoren und Wohnungsbesitzern, so die Kernaussage von Empirica im aktuellen Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2017 des Rates der Immobilienweisen.

Das Researchinstitut Bulwien Gesa teilt diese Einschätzung nicht und legt seine Sichtweise dar. Ein regelrechter Einbruch am Immobilienmarkt sei nicht zu befürchten.

1. Hohe Preiskorrekturen in den Metropolen sind unrealistisch.

Empirica stellt die Wanderungssalden sehr weit in den Vordergrund, ohne jedoch die Qualität der Wanderung näher zu spezifizieren, etwa in Bildungs-, Arbeits- und/oder Flüchtlingsmigration.

Doch basierend auf den jüngsten regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnungen von Bulwien Gesa wird von einer weiterhin hohen Dynamik der Kernstädte in Agglomerationsräumen und verstädterten Räumen ausgegangen: Durch ökonomisch stabile Strukturen, Erwerbsmöglichkeiten, hohe Urbanität beziehungsweise vielfältige Freizeit- und Kulturmöglichkeiten sowie einer gut ausgebauten Infrastruktur ziehen sie nationale wie internationale Bewohner an.

Die Wanderung hin zu starken Wirtschaftsräumen bleibt auch in Zukunft der zentrale Grund für die Dynamik dieser Regionen. Jüngste Beschäftigtenzahlen seitens der Bundesagentur für Arbeit stützen diesen langfristigen Trend. Wertkorrekturen in der postulierten Höhe hat es in deutschen Großstädten auch in wirtschaftlich schwachen Jahren wie etwa 1994 bis 1999 noch nicht gegeben.

2. Wohnungsbedarf und -nachfrage haben auch ökonomische Faktoren.

Robuste makroökonomische Rahmenbedingungen wie Beschäftigtenentwicklung, Kaufkraft, Haushaltsentwicklung oder Altersstruktur weisen darauf hin, dass dieser Trend auch im laufenden Jahr anhält. Bei gleichzeitig sinkender Flächenverfügbarkeit wächst der Wohnungsbedarf in den Metropolen noch immer. Darüber hinaus muss die Zinsentwicklung als Einflussfaktor für die Preisentwicklung einbezogen werden.

Regional betrachtet ist der höchste absolute Wohnungsbedarf weiterhin in den deutschen Metropolen und ihrem Umland zu erwarten. Die konkrete Nachfrage ist umso höher, je mehr kaufkraftstarke Haushalte adäquaten Wohnraum suchen.

Seite zwei: Nicht aus jeder Baugenehmigung folgt eine Fertigstellung

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Betriebsrentner werden ab 1. Januar deutlich entlastet

Millionen Betriebsrentner werden ab dem 1. Januar deutlich entlastet. Eingeführt wird ein neuer Freibetrag für die gesetzliche Krankenversicherung von 159,25 Euro, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin bekräftigte. Ein entsprechendes Gesetz sollte am Nachmittag im Bundestag beschlossen werden. “Damit entlasten wir alle Betriebsrentner”, sagte Spahn.

mehr ...

Immobilien

Hypoport kauft Empirica-Systeme

Die Hypoport AG hat heute 100% der Anteile der empirica-systeme GmbH von den bisherigen Eigentümern übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Berliner Unternehmen ist einer der wichtigsten Datenpartner der deutschen Immobilienwirtschaft. empirica-systeme wurde 2011 als Spin-off aus der empirica ag gegründet und ist auf die Verarbeitung, Analyse und Bereitstellung von Immobilienmarktdaten und -informationssystemen spezialisiert.

mehr ...

Investmentfonds

Sicherheitsillusion führt zu Vermögensverlusten

Warum nehmen Deutschlands Sparer Verluste in Kauf? Niedrigzinsen und Inflation nagen an Vermögenswerten, doch fehlendes Vertrauen und Know-how verhindern Geldanlagen mit höheren Rendite-Chancen. So die Ergebnisse einer repräsentativen Studie von Marketagent im Auftrag von wikifolio.com, Europas führender Online-Plattform für Handelsideen von privaten und professionellen Tradern.

mehr ...

Berater

Vorteile der Digitalisierung für Ihren Vertrieb

Die Daten- & Dokumentenverarbeitung im Maklerbüro kann viel Zeit und Geld kosten. blau direkt bietet nun mit „RoboSave“ erstmalig ein vollautomatisiertes Bestandsoptimierungssystem und damit großes Potenzial zum Sparen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Primus Valor schließt Fonds 9 mit 100 Millionen Euro Anlegergeld

Der Asset Manager Primus Valor hat den Publikums-AIF ImmoChance Deutschland 9 Renovation (ICD 9 R+) nach mehreren Erhöhungen des Zielvolumens mit dem maximal möglichen Eigenkapital geschlossen. Der Schluss-Spurt verlief rasant.

mehr ...

Recht

“Öko-Test” siegt vor BGH

Gilt ein “Öko-Test”-Label nur für ein bestimmtes Produkt oder darf damit auch für Waren geworben werden, die in Farbe und Größe abweichen? Der BGH hat entschieden.

mehr ...