Anschlussfinanzierung einer Immobilie: Sparpotenzial nutzen

Wer vor zehn Jahren ein Baudarlehen für Haus oder Eigentumswohnung abgeschlossen hat, musste Zinsen um die fünf Prozent in Kauf nehmen. Bei einer Anschlussfinanzierung sollten mehrere Optionen in Betracht gezogen werden.

Immobilienbesitzer sollten sich nicht von den Gebühren für einen Wechsel der Bank abschrecken lassen.

Wenn die Zinsbindung ausläuft, brauchen Immobilienbesitzer eine Anschlussfinanzierung für die Restschuld. Dabei können sie vom aktuell niedrigen Zinsniveau profitieren.

„Die Ausgangslage ist grundsätzlich gut, trotzdem kann es einen großen Unterschied bei den Angeboten verschiedener Banken geben“, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24. „Bei einer Anschlussfinanzierung lassen sich durch sorgfältigen Vergleich von Angeboten mitunter Tausende Euro an Zinsgeld sparen.“

Prolongation, Umschuldung oder Forward-Darlehen?

Für eine Weiterfinanzierung müssen sich Immobilieneigentümer zwischen drei Wegen entscheiden. Bei der Prolongation wird der Vertrag mit der Hausbank verlängert.

Das Angebot der Hausbank sollte in jedem Fall mithilfe eines Baufinanzierungsvermittlers mit den Angeboten anderer Finanzinstitute verglichen werden – und das am besten bereits 12 Monate vor Ablauf der Zinsbindung der Erstfinanzierung, so Baufi24.

Biete eine andere Bank ein besseres Angebot, lohne sich eine Umschuldung. Der Aufwand einer erneuten Bonitätsprüfung und die anfallenden kleineren Gebühren würden oftmals einer Ersparnis von mehreren Tausend Euro gegenüberstehen.

Der dritte mögliche Weg sei das Forward-Darlehen. „Wie lange das niedrige Zinsniveau anhält, darüber sind sich die Experten uneinig“, so Scharfenorth. „Mit einem Forward Darlehen können sich Hausbesitzer, deren Zinsbindung noch bis zu fünf Jahre läuft, die niedrigen Zinsen von heute für die Zukunft sichern.“ (bk)

Foto: Shutterstock

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