Baubranche: Konjunktur im März wieder stärker

Das effektive Arbeitsvolumen der Unternehmen der Bauwirtschaft hat zum ersten Mal seit Dezember letzten Jahres wieder zugenommen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) hervor.

Die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau verschlechtern sich aktuell immer weiter.

Die Auswertung der von den Unternehmen an SOKA-BAU übermittelten Beitragsmeldungen habe ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im März saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent gestiegen sei.

Die Zahl gewerblicher Arbeitnehmer und die Bruttolohnsumme seien jedoch noch leicht zurück gegangen, um 0,4 beziehungsweise 0,6 Prozent. Als ein Grund dafür könne erneut die Witterung identifiziert werden.

So sei der Monat März deutlich kälter als üblich gewesen, mit regional starkem Schneefall. Derweil fielen die Frühindikatoren laut SOKA-BAU zuletzt uneinheitlich aus.

Baugenehmigungen gehen stark zurück

Während die volumenmäßigen Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Februar durch Großaufträge deutlich zunahmen (plus 9,9 Prozent), so sanken die Baugenehmigungen im Hochbau erneut kräftig (minus sieben Prozent).

Verantwortlich für diesen Rückgang seien allein sinkende Baugenehmigungen im Nichtwohnungsbau, da das Genehmigungsvolumen im Wohnungsbau gehalten werden konnte.

In den vergangenen Wochen haben sich die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau SOKA-BAU zufolge weiter graduell verschlechtert. So seien die Zinsen für neu zu vergebende Wohnungsbaukredite im März erneut leicht angestiegen.

Förderung des sozialen Wohnungsbaus

Währenddessen habe sich die Stimmung bei den Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes zwar eingetrübt, was an der anhaltenden Diskussion über etwaige US-amerikanische Strafzölle liegen dürfte.

Jedoch haben sich die Lieferzeiten erneut deutlich verlängert, was für weitere Kapazitätserweiterungen und damit neue Investitionen in Wirtschaftsbauten spreche.

Der öffentliche Bau profitiere in diesem Jahr vom Investitionshochlauf des Bundes. Durch Änderungen des Grundgesetzes wolle die Große Koalition zudem eine dauerhafte Förderung der Länder und Gemeinden durch den Bund im Bereich des sozialen Wohnungsbaus ermöglichen.

Für dieses Jahr erwarten der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um vier Prozent. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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