6. April 2018, 10:10
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Baubranche: Witterung belastet Arbeitsvolumen

Nach einem dynamischen Dezember 2017 hatte die deutsche Baubranche zu Anfang des Jahres mit langanhaltend ungünstiger Wetterlage zu kämpfen. Darunter litten laut Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) sowohl Arbeitsvolumen als auch Bruttolohnsumme.

Baubranche: Witterung belastet Arbeitsvolumen

Laut SOKA-Bau haben sich die Rahmenbedingungen der Bauwirtschaft in den letzten Wochen kaum verändert.

Laut einer aktuellen Auswertung der von den Unternehmen der Bauwirtschaft an SOKA-BAU übermittelten Beitragsmeldungen ist das effektive Arbeitsvolumen im Februar saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat deutlich um 5,0 Prozent gesunken.

Schon zu Jahresbeginn sei das Arbeitsvolumen gesunken, und auch die Bruttolohnsumme sei im Februar kräftig geschrumpft (minus sechs Prozent), während die Zahl gewerblicher Arbeitnehmer konstant blieb.

Als ein Grund für diesen Einbruch der Bautätigkeit könne die strenge Witterung identifiziert werden. So sei der Monat Februar deutlich kälter als üblich gewesen, bis hin zu teilweise strengem Frost. Auch die Frühindikatoren zeigen sich aktuell wieder schwächer.

Rahmenbedingungen bleiben unverändert

Noch im Dezember führten Großaufträge SOKA-BAU zufolge zu einem starken Anstieg der volumenmäßigen Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe, jedoch seien diese im Februar mit einem Minus von 12,8 Prozent wieder deutlich gesunken.

Die Baugenehmigungen im Hochbau gaben im Januar ebenfalls um insgesamt 4,8 Prozent nach. Der Rückgang erstrecke sich sowohl über Wohnungs-, als auch über den Nichtwohnungsbau.

Nahezu unverändert stellen sich in den letzten Wochen die Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft dar. Jedoch seien die Zinsen für neue Wohnungsbaukredite im Februar weiter leicht gestiegen und die Neukreditvergabe habe nach Angaben der Bundesbank etwas nachgegeben.

Familien warten auf Baukindergeld

Das von der Bundesregierung angekündigte Baukindergeld werde außerdem voraussichtlich viele Haushalte dazu bringen, die Verabschiedung des Gesetzes abzuwarten, bis mit dem Bau des Eigenheims oder dem Antrag auf Baugenehmigung begonnen wird.

Weiterhin gute Aussichten meldet SOKA-BAU für den Wirtschaftsbau. Kapazitätsengpässe haben zu drastischen Lieferengpässen im verarbeitenden Gewerbe geführt und stoßen Eweiterungsinvestitionen an.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erwarten für dieses Jahr einen Anstieg des Umsatzes im Bauhauptgewerbe um vier Prozent. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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