23. Juli 2018, 14:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bausparen: Einstieg ins Wohneigentum

Bausparen steht bei den Bundesbürgern seit Jahrzehnten hoch im Kurs. Trotz aktuell niedriger Verzinsung der Guthaben verbucht es auch derzeit gute Abschlusszahlen. Cash. untersucht, für welche Zwecke das Produkt geeignet ist.

Baufinanzierung: Einstieg ins Wohneigentum

Die eigene Immobilie ist für viele Bundesbürger das wichtigste Sparziel.

Bausparen hat in Deutschland Tradition. Seit Jahrzehnten wird dieses Produkt genutzt, um Eigenkapital anzusparen – sei es für die eigenen vier Wände oder andere Sparziele.

Nach einem Rekordwert an neu abgeschlossenen Verträgen im Jahr 2015 sind die Abschlusszahlen zwar in den vergangenen zwei Jahren leicht zurückgegangen, bewegen sich aber immer noch auf hohem Niveau.

Bausparen hat bei der Bevölkerung wieder an Attraktivität gewonnen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von TNS Infratest. Ein wesentlicher Grund dafür sind die seit Jahresbeginn leicht gestiegenen Zinsen. Dadurch rückt der Zweck des Bausparvertrags als Instrument zur Zinssicherung wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen. Dies zeigt auch unser wachsendes Bausparneugeschäft im ersten Halbjahr“, sagt Peter Magel, Vertriebsvorstand der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Nachfrage nach Bausparprodukten wächst

Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, ihre Anleihekäufe zum Jahresende einzustellen, werde diese Entwicklung weiter verstärken.

“Durch den Anstieg der Hypothekenzinsen spüren wir eine wachsende Nachfrage nach unseren Produkten. So haben wir unser Neugeschäft im ersten Halbjahr 2018 deutlich gesteigert“, sagt Michael Ost, Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Bank Bauspar AG.

“Die mit dem Bausparen verbundenen Attribute wie beispielsweise Sicherheit, Altersvorsorge oder Eigenheim sind aber nach wie vor vielen Menschen wichtig. Das bestätigt eine Umfrage von uns.“ Vor allem das selbstbestimmte Wohnen habe eine immense Relevanz für eine große Zahl an Menschen in Deutschland.

Bausparvertrag wird zum Grundbedarfsprodukt

“Nicht zu vergessen: Deutschland hat in puncto Wohneigentum einen Nachholbedarf im Euroland“, so Ost. Nach Einschätzung von Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG, hat sich der Bausparvertrag über die vergangenen Jahrzehnte – ähnlich wie das Sparbuch oder eine Privathaftpflichtversicherung – immer stärker zu einem finanziellen Grundbedarfsprodukt der Deutschen entwickelt.

“Vor rund 20 Jahren besaß etwa jeder dritte Haushalt mindestens einen Bausparvertrag, heute liegt dieser Anteil mit rund 44 Prozent bereits ein Viertel höher. Auf knapp 30 Millionen Stück summierte sich Ende 2017 die Anzahl der Bausparverträge“, so Hertweck.

“Bausparen hat als eines der beliebtesten Finanzprodukte in Deutschland weiterhin einen hohen Stellenwert und eine hervorragende Perspektive“, sagt auch sagt Jörg Koschate, Mitglied des Vorstands der BHW Bausparkasse AG.

Seite zwei: Traditionelles Modell des Bausparens

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Thomas-Cook-Pleite: Verstößt Haftungsbegrenzung gegen EU-Recht?

Im September stellte der Reiseveranstalter Thomas Cook einen Insolvenzantrag, viele Reisende konnten deshalb ihre Reisen nicht antreten. Der Schaden dafür geht in die hunderte Millionen Euro. Die Mutschke Rechtsanwaltsgesellschaft hat die Bundesregierung nun aufgefordert, die Ansprüche der geschädigten Urlauber anzuerkennen.

mehr ...

Immobilien

Verschnaufpause für Berliner Wohnungsmarkt

Leichte Abkühlung auf dem Berliner Wohnungsmarkt: Nach einem Jahrzehnt des rasanten Anstiegs der Angebotsmieten verteuerten sich die Quadratmeterpreise im vergangenen Jahr nur moderat auf 11,30 Euro (+3 Prozent) – von 2017 auf 2018 waren es noch +10 Prozent. Allerdings ziehen jetzt die Preise im Umland der Hauptstadt nach.

mehr ...

Investmentfonds

Kapitalmärkte: Jetzt auf defensive Titel setzen?

Die Aussichten für die Aktienmärkte sind getrübt. Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management, setzt in diesem Umfeld auf Value- und defensive Aktientitel.

mehr ...

Berater

Konten für Wohnungslose und Geflüchtete oft besonders teuer

In Deutschland hat jeder das Recht auf ein Bankkonto – unabhängig von Wohn- und Einkommensverhältnissen. So soll beispielsweise auch Obdachlosen und allen Geflüchteten der Zugang zum bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglicht werden. Doch ausgerechnet für diese Menschen ist das laut Stiftung Warentest mitunter richtig teuer.

mehr ...

Sachwertanlagen

MPC baut Engagement in der Tankschifffahrt aus

Der Asset- und Investmentmanager MPC Capital AG ist über seine Tochtergesellschaft MPC Maritime Holding eine strategische Beteiligung in Höhe von 50 Prozent an der Albis Shipping & Transport GmbH & Co. KG, Hamburg, eingegangen.

mehr ...

Recht

ifo Institut sieht Grundrente kritisch

Das ifo Institut sieht die Grundrente kritisch. „Letzten Endes hat sich die SPD mit ihrer Forderung durchgesetzt, dass Personen mit geringen eigenen Rentenansprüchen eine zusätzliche Sozialleistung erhalten“, sagt Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter der Niederlassung Dresden des ifo Instituts. Ragnitz bemängelt vor allem, dass sich die Höhe der Renten nicht mehr an zuvor gezahlten Beiträgen orientiert.

mehr ...