20. April 2018, 15:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

Haus-smart-home-smartphone-shutterstock 275366843-Kopie in Deutsche wollen smarter wohnen

Systeme zur Haussteuerung stoßen bei vielen Bundesbürgern auf wachsendes Interesse.

Die Erwartungen an die Wachstumspotenziale des Marktes für Smart-Home-Anwendungen sind hoch, so Deloitte. Tatsächlich habe sich das intelligente Haus in den Köpfen bereits vielfach etablieren können, das Interesse wachse.

Aber auch die Skepsis steige: Nach den Ergebnissen des „Deloitte Smart Home Consumer Survey“ sind insbesondere die Bedenken im Hinblick auf Datenschutz und -sicherheit nicht geringer geworden. Die Bereitschaft zum Teilen von Daten nehme dennoch zu.

Vernetzte Lautsprecher und Hausnotrufsysteme derzeit am gefragtesten

Darüber hinaus seien die Erfahrungen der Anwender mehrheitlich gut bis sehr gut. Besonders gefragt und verbreitet seien vernetzte Lautsprecher sowie intelligente Schalter und Steckdosen. Hausnotrufsysteme genießen als einziger Zusatzdienst ebenfalls eine hohe Akzeptanz im Markt.

Generell stehen laut Deloitte Komfort und Sicherheit an erster Stelle bei den Nutzungsgründen. Gesteuert würden die entsprechenden Systeme – bei denen die Mehrheit offene Plattformen gegenüber geschlossenen eindeutig vorziehe – überwiegend per Smartphone und App.

„Von einem Boom zu sprechen, wäre noch verfrüht, aber die Verbreitung von Smart-Home-Komponenten nimmt zu. Insgesamt steigen Akzeptanz und Interesse, wenn auch im Hinblick auf sensible Bereiche wie etwa Türschlösser noch Vorbehalte existieren. Der Kenntnisstand ist bei nahezu allen Altersgruppen deutlich gestiegen“, erklärt Dr. Gunther Wagner, Director Technology bei Deloitte.

Verbreitung hat deutlich zugenommen

Rund 13 Prozent der Haushalte in Deutschland haben laut Deloitte heute einen smarten Lautsprecher, sechs Prozent ein intelligentes Reinigungsgerät – und 14 Prozent einen Mediaserver. Andere Devices und Systeme bewegten sich zwischen vier und fünf Prozent Verbreitung.

Das grundsätzliche Interesse an der Anschaffung liege jedoch durchgehend bei 20 bis 30 Prozent. Insgesamt sei die Verbreitung smarter Devices für das Zuhause in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen, bei Lautsprechern, Leuchten und Thermostaten um 50 bis 67 Prozent. Hausnotrufsysteme hingegen stagnierten, Mediaserver legten nur um acht Prozent zu.

Komfort und Sicherheit wichtigste Motive

Mehr als die Hälfte der Nutzer von Smart Home-Systemen ist den Ergebnissen der Studie zufolge zufrieden. Immerhin 87 Prozent verwenden sie regelmäßig, vor allem Verbraucher zwischen 25 und 45 Jahren. Im Vordergrund stehe dabei der Wunsch nach mehr Komfort (56 Prozent) und nach zusätzlicher Sicherheit (49 Prozent).

Im Hinblick auf smarte Heizthermostate spiele auch der Kostenaspekt eine substanzielle Rolle (38 Prozent). Auch das Motiv des Umweltschutzes werde generell wichtiger (20 Prozent der Nennungen).

Vorbehalte bei Kosten und Sicherheit

Skeptik gibt es laut Deloitte vor allem im Hinblick auf den Datenschutz und die Sicherheit der übermittelten Informationen. Für genau ein Drittel der Befragten sei das ein Grund, Smart Home-Lösungen links liegen zu lassen.

Übertroffen werde die Sicherheits- nur von der Kostenfrage: 38 Prozent finden die Systeme zu teuer, jedoch sei die Zahl der Nennungen um sechs Prozentpunkte gegenüber 2015 gesunken. 22 Prozent finden die Technologie noch zu wenig ausgereift, für 15 Prozent ist die Installation zu kompliziert – eine Zunahme um drei Prozentpunkte. Gestiegen ist ebenfalls die Befürchtung einer zu komplexen Bedienung.

Seite 2: Touchscreen vor Sprachsteuerung – noch

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Versicherung gegen Betriebsschließung: “Keine unbedachten Entscheidungen treffen”

Im Rahmen des jüngsten Streits um das Thema Betriebsschließungsversicherungen zwischen Versicherern und Versicherten, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, nehmen Stephan Michaelis und Boris-Jonas Glameyer von der Kanzlei Michaelis aus Hamburg Stellung.

mehr ...

Immobilien

Covid-19: Die Folgen für Bauzinsen, Immobilienkäufe und Anschlussfinanzierungen

Durch die Covid-19-Pandemie stellen sich Fragen, die sich noch vor wenigen Monaten niemand hätte vorstellen können. Sichere Antworten und vor allem langfristige Prognosen sind derzeit kaum möglich. Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender von Dr. Klein, ordnet die neuesten Entwicklungen ein und beantwortet Fragen zur aktuellen Situation.

mehr ...

Investmentfonds

Japanische Aktien trotzen der Corona-Krise

Der japanische Aktienmarkt zeigt sich trotz Coronakrise erstaunlich robust. Dan Carter und Mitesh Patel, Fondsmanager für japanische Aktien bei Jupiter Asset Management, mt ihren Einschätzungen.

mehr ...

Berater

Zahlungsnot durch Corona: So sparen Versicherte jetzt Kosten

Die Corona-Krise versetzt viele Menschen in Zahlungsprobleme. Einige Versicherer reagieren mit Kulanzregeln und Sonderlösungen. Die besten Tipps: So sparen Versicherte jetzt Kosten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsches Solar-Unternehmen Hep kauft US-Projektentwickler

Der Entwickler von Solarparks und Fondsanbieter Hep aus Güglingen kauft den US-amerikanischen Projektentwickler Peak Clean Ernergie mit einer Projektpipeline von mehr als 4.000 Megawatt – inklusive 400 Megawatt Projekte nahe Baureife. Zugriff darauf hat zunächst ein aktueller Hep-Spezialfonds.

mehr ...

Recht

Sozialverband VdK fordert kurzzeitige Vermögensabgabe

Die Bundesregierung hat ein erstes Hilfspaket verabschiedet. Es soll die Folgen der Corona-Krise für die Bevölkerung, den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft auffangen. Nach Einschätzung des Sozialverbands VdK wird es nicht ohne weitere Hilfen gehen. Vor allem Beschäftigte, Familien und Menschen mit Behinderung brauchen mehr Unterstützung.

mehr ...