8. August 2018, 14:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutschland oder Österreich – wer wohnt teurer?

Für eine aktuelle Untersuchung hat das Online-Portal Immobilienscout24 die Wohnkosten in deutschen und österreichischen Städten miteinander verglichen. Demnach kostet die Miete in bestimmten Städten mehr als die Hälfte des Einkommens.

Deutschland oder Österreich – wer wohnt teurer?

Wien: In der Hauptstadt Österreichs geben Mieter etwa 55 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten aus.

Die Preisanalyse von Immobilienscout24 wurde mit Kaufkraftdaten des Marktforschungsinstituts GfK und von checkmyplace.com durchgeführt.

Ihr zufolge betragen die Mietkosten für eine durchschnittliche 80-Quadratmeter-Wohnung in Wien rund 12.300 Euro jährlich, in München mit rund 14.800 Euro jedoch noch einiges mehr.

Allerdings geben Wiener und Münchner aufgrund der höheren Kaufkraft in der bayrischen Landeshauptstadt etwa gleich viel von ihrem Jahresnetto für das Wohnen aus – etwa 55 Prozent.

Kaufkraft der Wiener fällt

Das bedeutet laut Immobilienscout24 einen Anstieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damals habe der Anteil der Wohnkosten bei etwa 46 Prozent gelegen. Grund dafür sei neben gestiegenen Mietkosten auch ein gesunkenes Jahresnettoeinkommen in beiden Städten.

So liege die durchschnittlich verfügbare Kaufkraft der Wiener bei etwa 21.900 Euro und sei seit dem Vorjahreszeitraum um drei Prozent gefallen.

Mit etwa 27.150 Euro pro Jahr verfüge der durchschnittliche Münchner über eine weitaus höhere Kaufkraft als der Wiener, jedoch sei auch diese seit 2017 um rund zehn Prozent gesunken.

Hamburg im Vergleich noch günstig

Deutlich größer sei der Unterschied zum vergleichsweise günstigen Berlin. Dort schlagen die Wohnkosten mit rund 46 Prozent des Jahreseinkommens zu Buche (Vorjahr: 40 Prozent). Sowohl Mietkosten (rund 8.800 Euro) als auch Kaufkraft (etwa 19.000 Euro) seien niedriger als in Wien.

Auch in der Hansestadt sei das Wohnen günstiger. So müssen Hamburger laut Immobilienscout24 “nur” 41 Prozent für das Wohnen einrechnen (2017: 39 Prozent).

Die höhere Kaufkraft von rund 23.900 Euro in Kombination mit für Hamburg angemessenen Mietkosten (etwa 9.900 Euro für 80 Quadratmeter) machen das Wohnen in Hamburg günstiger als in Wien.

Wohneigentum in allen Städten teurer

Ähnlich sei die Tendenz beim Kauf von Immobilien. Gemessen an der Kaufkraft können sich die Wiener weniger leisten als die deutschen Nachbarn.

Während man in Wien für ein durchschnittliches Jahreseinkommen vier Quadratmeter bekomme (rund 5.400 Euro pro Quadratmeter), seien es in Berlin etwa 6,5 Quadratmeter, in Hamburg 6,9 Quadratmeter und in München immerhin noch 4,8 Quadratmeter.

Die Tendenz ist Immobilienscout24 zufolge jedoch in allen Städten fallend. In Wien habe man 2017 mit 5,5 Quadratmetern noch einiges mehr erhalten. Ebenso verhalte es sich in Berlin mit damals acht Quadratmeter, in Hamburg mit 7,6 Quadratmeter und in München mit noch 5,8 Quadratmeter. (bm)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Wohnimmobilien:

Prora-Investor meldet Insolvenz an

Wohnimmobilien: Weiterhin hohe Blasengefahr

Ostdeutschland: Kräftige Preissprünge durch Landflucht

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DISQ: Wer die Nase im Rennen um die beste Kfz-Versicherung vorne hat

Wer in Deutschland ein Auto fahren will, der muss es auch versichern. Welche Anbieter von Kfz-Versicherungen ihre Kunden besonders zufrieden stellen, hat das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) herausgefunden.

mehr ...

Immobilien

London: Wo Millennials, X-Generation und Babyboomer Wohnimmobilien kaufen

Laut der neuesten Analysen der „Wealth Report Insight Series“ des internationalen Immobilienberatungsunternehmens Knight Frank gaben Millennials 2018 insgesamt 3,89 Mrd. Euro (3,47 Mrd. GBP) für den Erwerb von Wohnimmobilien in exklusiven Lagen in Central London aus.

mehr ...

Investmentfonds

ÖKOWORLD bietet Eltern und Großeltern den passenden politischen Investmentfonds

Der Zusammenschluss „Parents for Future“ ist eine wirkungsvolle Initiative, die jungen Menschen der “Fridays für Future”-Bewegung in ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik unterstützt. Der ROCK ´N `ROLL FONDS von ÖKOWORLD ist als erster Elternfonds der Welt ist genau für diese Community gemacht.

mehr ...

Berater

Zurich übernimmt Berliner Insurtech dentolo

Mit dem Erwerb des Berliner Insurtech dentolo stärkt die Zurich Gruppe Deutschland ihren Direktversicherer DA Direkt bei der  strategischen Weiterentwicklung mit dem vorgesehenen Einstieg in das Geschäft mit Zahnzusatzversicherungen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Savills IM erwirbt deutsches Logistikportfolio

Savills IM erwirbt drei Umschlaghallen in Deutschland mit insgesamt run 15.400 qm Mietfläche. Derzeitig ist das Objekt noch vollständige und langfristig an die Deutsche Post Immobilien GmbH vermietet.

mehr ...

Recht

BGH entscheidet über zeitliche Festlegung von Rechtsschutzfällen

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung zur Zahlung verpflichtet? Mit dieser Frage musste sich der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) Anfang dieses Monats auseinandersetzen.

mehr ...