Anzeige
9. Mai 2018, 14:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gefährlicher Trend: Niedrige Zinsen und steigende Immobilienpreise

Das anhaltend niedrige Zinsniveau sorgt weiter für einen Boom am Immobilienmarkt. Doch verlockend günstige Zinsen bergen nach Aussage des Portals Baufi24 auch Risiken, denn wer heute zu aktuellen Konditionen ein Eigenheim erwerbe, müsse auch später in der Lage sein, die monatliche Belastung zu tragen.

Haus-eigenheim-geld-taschenrechner-shutt 609053588-Kopie in Gefährlicher Trend: Niedrige Zinsen und steigende Immobilienpreise

Im Falle einer Anschlussfinanzierung kann es zu deutlich höheren Raten für das Eigenheim kommen.

„Aufgrund der starken Nachfrage sind die Kaufpreise massiv angestiegen, in begehrten Lagen kann man definitiv von überteuerten Preisen sprechen“, sagt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.

Nicht nur falls das Haus später – wenn der Boom etwa wieder abgeebbt sei – veräußert werden soll, drohe ein finanzieller Verlust. Zum Ende der Laufzeit nach zehn oder 15 Jahren, sobald es um eine Anschlussfinanzierung mit einer anderen Bank gehe, finde meist eine Neubewertung des Gebäudes als Sicherheit für das Kreditinstitut statt. Falle diese dann geringer aus, beeinflusse das die Konditionen negativ, so Baufi24. Zinserhöhungen bis zu 0,5 Prozent könnten die Folge sein.

„Das klingt zunächst nicht nach großen Beträgen, wirkt sich aber bei der Höhe der Finanzierungssumme merklich auf die monatliche Rate aus“, weiß Scharfenorth.

Monatliche Rate kann schnell um 50 Prozent und mehr steigen

Der niedrige Zinssatz stelle derzeit für viele Menschen einen Anreiz dar, ein Eigenheim zu erwerben, statt Miete zu zahlen. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus können viele Bundesbürger einen höheren Kaufpreis stemmen als noch vor einigen Jahren. Doch wenn die Zinsen steigen, könnte es für viele ein böses Erwachen am Ende der Finanzierung geben, so Baufi24.

Daher rät Scharfenorth, dass künftige Immobilienbesitzer unbedingt mit Weitblick planen. Sie müssten eine Zinserhöhung nach Ablauf der Zinsbindung mit einkalkulieren. Bei deutlichen Zinsanstiegen könne sich die monatliche Rate nämlich schnell um 50 Prozent oder mehr erhöhen.

Ein Beispiel verdeutliche dies: Bei einer Finanzierungssumme von 200.000 Euro (Zinsbindung zehn Jahre, Zinssatz 1,2 Prozent) falle aktuell eine monatliche Rate von 533,33 Euro an. Erhöhe sich der Zins um zwei Prozentpunkte auf 3,2 Prozent, steige die Rate auf 866,67 Euro. Das entspreche einer Steigerung von 63 Prozent.

Wie sich monatliche Raten aus Zins, Tilgung und Sondertilgung bei unterschiedlichen Finanzierungsbeträgen und Beleihungssätzen zusammensetzen, können Interessierte mit dem Baufinanzierungsrechner auf der Website von Baufi24 ermitteln. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Werkstattbindung: Für DEVK kein Problem

Mehr als 2,6 Millionen Verkehrsunfälle hat die Polizei 2017 auf deutschen Straßen gezählt. Im Schadenfall wenden sich Autofahrer an die Versicherer. Wer den Unfall verursacht hat, kann sich für die Reparatur des eigenen Fahrzeugs eine Partnerwerkstatt empfehlen lassen – und so Zeit und Geld sparen, argumentiert der Kölner Versicherer DEVK. Und gibt Tipps, wie sich bei Werkstattbindung Ärger vermeiden lässt.

mehr ...

Immobilien

All In: Wohnen mit Energie-Flatrate

Wohnen wird immer teurer, steigende Energiekosten treiben die finanzielle Belastung für Mieter weiter in die Höhe. Wie können sich Mieter und Vermieter neue Gebäudetechniken zunutze machen?

Gastbeitrag von Dieter Wohler und Peter Krupinski, SPAR + BAU

mehr ...

Investmentfonds

Erster Hanf-Fonds

Wer in Hanf und seine Wirkstoffe, zum Beispiel CBD, investieren will, musste bisher die Aktien einzelner Unternehmen kaufen. Schon Anfang Dezember können Anleger, die keine einzelnen Aktien in ihren Portfolios halten wollen, in einen Hanf-Fonds investieren.

mehr ...

Berater

Ringen um Provisionsbegrenzung bei Lebensversicherungen

Verbraucherschützer fordern eine baldige Deckelung der Provisionen bei Lebensversicherungen. “Der Vorschlag des Bundesfinanzministeriums, Provisionen der Vermittler zu begrenzen, muss endlich umgesetzt werden”, sagte Versicherungsexperte Lars Gatschke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Nur Augenhöhe wird erneut nicht reichen

Der Verband ZIA hat die Vorgaben des früheren BSI für Performanceberichte der Fondsanbieter als Verbandsstandard aufgehoben. Er wiederholt damit womöglich einen Fehler, den die Branche schon bei den Prospekten gemacht hat. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...