Immobilienpreise: „Keine Anzeichen für Blasenbildung“

Auch in den kommenden Jahren werden die Preise am deutschen Immobilienmarkt weiter steigen, jedoch mit deutlich verringerter Geschwindigkeit. Das geht aus einer aktuellen Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hervor.

Seit 2010 haben sich die Immobilienpreise in der Bundesrepublik beinahe verdoppelt.

Auch im vergangenen Jahr haben sich die seit Mitte 2010 anhaltenden Preissteigerungen am deutschen Immobilienmarkt fortgesetzt.

„Die Preise am Gesamtmarkt stiegen 2017 um durchschnittlich acht Prozent, wobei Wohnimmobilien um 8,3 Prozent und Gewerbeimmobilien um sieben Prozent zulegten“, sagt Uwe Brukert, Chefvolkswirt der LBBW.

Er rechne damit, dass sich das starke Preiswachstum abschwächen werde, jedoch sei weiterhin Luft nach oben: „Trotz der Preissteigerungen der vergangenen Jahre befinden wir uns noch nicht auf dem Höhepunkt.“

Wohnungspreise seit 2010 fast verdoppelt

Seit dem Jahr 2010 sind die deutschen Immobilienpreise laut LBBW insgesamt um 45 Prozent gestiegen. Mit einem Plus von 48 Prozent habe der Wohnimmobilienmarkt dazu ganz besonders beigetragen.

Dies sei im europäischen Vergleich allerdings immer noch moderat, so Burkert. In anderen europäischen Staaten wie Spanien, Irland oder Großbritannien seien die Preise in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen, in Deutschland jedoch bis 2010 stabil geblieben.

„Das ist vor allem auf die relativ konservative Finanzierungsstruktur mit langen Zeiträumen, fixem Zins und regelmäßigen Tilgungen zurückzuführen“, urteilt Burkert.

Überbewertung in Top-Städten

Für die am Montag in Stuttgart veröffentlichte Studie habe das LBBW-Research die Entwicklung in den sieben größten deutschen Metropolen, den nächstgrößeren 127 Großstädten und schließlich in Gesamtdeutschland untersucht.

Basis der Analyse sei der LBBW Hauspreisindikator, der sich aus dem Mittelwert der drei Teilindikatoren „Reale Hauspreisentwicklung“, „Preis-Einkommens-Verhältnis“ sowie „Preis-Miet-Verhältnis“ ergebe und jeweils mit dem langfristigen Trend seit 1990 verglichen werde.

„Dabei zeigt sich, dass in den Top-Sieben-Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart eine Überbewertung von 38 Prozent herrscht“, sagt Burkert. Einer der Gründe dafür ist laut LBBW Research die anhaltende Urbanisierung.

Seite zwei: Keine Preisblasen zu erkennen

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