20. März 2018, 15:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mehrere Generationen unter einem Dach: Chancen und Risiken

Nicht selten teilen sich in Deutschland mehrere Generationen einer Familie eine Immobilie. Baufi24 gibt Tipps, wie diese Situation vertraglich abgesichert werden kann und welche Steuervorteile es gibt.

Familie-mehrgenerationen-haus-shutt 565419241 in Mehrere Generationen unter einem Dach: Chancen und Risiken

Auch das Zusammenwohnen mehrerer Generationen einer Familie sollte durch einen Vertrag geregelt werden.

Mit Oma, Opa und den eigenen Eltern Tür an Tür zu wohnen, hört sich für Viele nach einer idyllischen Vorstellung an. Tatsächlich ist das sogenannte Mehrgenerationenhaus, bei dem sich Familienmitglieder eine Immobilie teilen, gar nicht so unüblich, weil neben der Nähe auch steuerliche Vorteile entstehen, so das Baufinanzierungsportal Baufi24.

„Doch um ernsten Auseinandersetzungen in der Zukunft vorzubeugen, sollten die Parteien rechtliche Eventualitäten bereits im Vorfeld klären“, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer von Baufi24.

Wenn alle Personen bestimmte Regeln beachteten und sich an getroffene Absprachen halten, stehe dem Familienglück kaum etwas im Weg. Als besonders wichtige Punkte würden die Art des Wohnmodells und finanzielle Unwägbarkeiten gelten.

Besitzverhältnis als Beziehungsfundament

Um sich bedenkenlos gegenseitig bei Krankheitsfällen, der Kinderbetreuung oder im Haushalt zu unterstützen, bedürfe es einer sicheren Ausgangslage, die optimalerweise Steuervorteile mit sich bringe. Besitzen beispielsweise die Großeltern das Haus, in dem die Kinder samt eigener Familie wohnen, lassen sich im Rahmen eines Mietverhältnisses Ausgaben für Reparaturen oder Instandhaltung als Werbungskosten absetzen.

Je nach Objekt und Alter der Immobilie schreiben Käufer etwa zwei bis 2,5 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudeanteils pro Jahr ab. Im Falle einer Trennung oder des Todes – bei dem die Streitigkeiten um Erbfolgen vielen Beziehungen schaden – regeln laut Baufi24 vertraglich festgelegte Bestimmungen den Ablauf und beugen Problemen vor.

Auch psychologisch stelle diese Art des Zusammenlebens eine Herausforderung dar. „Denn Familienmitglieder müssen unter anderem geschäftliche und vor allem schriftliche Mietvereinbarungen eingehen wie sie normalerweise unter Fremden üblich sind“, ergänzt Scharfenorth und führt fort: „Der einfachste Weg ist es, alle Wohnungen als unabhängige und voneinander getrennte Objekte zu betrachten“.

Persönliche Basis unverzichtbar

Eine Alternative zum Vermietungsmodell ergebe sich, wenn beide Generationen jeweils eine eigene Haushälfte kaufen. Dies sei jedoch mit geringeren steuerlichen Vorteilen verbunden.

Um sich jedoch gegenseitig im Alltag unter die Arme greifen und auch finanziell einen gemeinsamen Mehrwert genießen zu können, sollten alle Beteiligten vor allem die Bereitschaft mitbringen, mit einem Teil der Verwandtschaft auch für längere Zeit nebeneinander zu leben, so Scharfenorth. Dies schließe alle Vor- genauso wie Nachteile – wie beispielweise regelmäßige und unangekündigte Besuche – mit ein. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Carsten Maschmeyer: „Wir wollen, dass der Siegeszug dieser digitalen Erfolgsgeschichte weitergeht“

Der Unternehmer und Ex-AWD-Vorstandsvorsitzender Carsten Maschmeyer ist mit der von ihm gegründeten Venture-Capital-Firma Alstin Capital bei Neodigital eingestiegen. Mit ihm als Partner will sich der digitale Sachversicherer und Dienstleister deutlich breiter aufstellen. Cash.-Redakteur Jörg Droste traf Carsten Maschmeyer und Neodigitalvorstand Stephen Voss und sprach mit ihnen über den Einstieg, ihre Pläne und die Folgen der Coronapandemie für die digitale Transformation und deutschen Versicherungsmarkt.  

mehr ...

Immobilien

Erneuerbare-Energien-Investments statt Immobilien

Die Rendite-Risiko-Schere zwischen Investments in Erneuerbare Energien und Immobilien öffnet sich. „Beide Anlageklassen sind vor allem für institutionelle Investoren eine Alternative zueinander“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group. „Während beide ungefähr die gleiche Rendite erwarten lassen, steigt das Risiko bei Immobilien derzeit steil an.“

mehr ...

Investmentfonds

Die Halver-Kolumne: US-Wahl – So viel mehr als nur eine normale Wahl

Der politische Höhepunkt 2020 steht kurz bevor und die Börsen sind nervös. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der US-Präsidentschaftskandidaten kann man getrost von einer Richtungswahl sprechen. Besonders spannend sind die Fragen, ob bzw. wann es einen Sieger gibt, ein knappes Ergebnis überhaupt akzeptiert oder sogar als Wahlbetrug bezeichnet wird. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Alexander Schlichting wird Vorstands-Chef der Project Beteiligungen AG

Der Aufsichtsrat der Project Beteiligungen AG hat Alexander Schlichting (45) mit Wirkung zum 26. Oktober 2020 zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Ottmar Heinen ist “infolge divergierender Ansichten” ausgeschieden. Gleichzeitig verstärkt sich die für den Publikumsvertrieb verantwortliche Project Vermittlungs GmbH mit Christian Grall (34) als weiterem Geschäftsführer.

mehr ...

Sachwertanlagen

Isaria verkauft zwei Wohnanlagen in München an DWS-Spezialfonds

Die Münchner Isaria hat insgesamt 219 Wohnungen für 119,2 Millionen Euro an den Vermögensverwalter DWS für einen institutionellen Spezialfonds veräußert. Das Projekt wird die mittlerweile zur Deutschen Wohnen gehörende Isaria München Projektentwicklungs GmbH im Auftrag der Isaria Wohnbau AG schlüsselfertig erstellen.

mehr ...

Recht

Neue Corona-Maßnahmen: Lockdown 2.0 

Die Bundesländer haben sich einheitlich auf schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verständigt. Die beschlossene Light-Variante des Lockdowns – bekannt aus dem Frühjahr – soll bereits ab kommendem Montag in Kraft treten und zunächst bis Ende des Monats gelten. In zwei Wochen werden die Maßnahmen in einer nächsten Bund-Länder-Runde überprüft und bei Bedarf angepasst. Schulen und Kitas bleiben geöffnet. Die Arag hat die neuen Regeln im zusammengefasst.

mehr ...