13. Juni 2018, 06:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Reform der Grundsteuer: Flächenmodell könnte zu schneller Umsetzung führen

Bisher zeichnet sich keine Einigung bei der geplanten Reform der Grundsteuer ab. Das sogenannte Flächenmodell ließe sich ohne großen bürokratischen Aufwand umsetzen, so der Immobilienverband Deutschland (IVD). Falls doch weiterreichende Änderungen angestrebt werden, könne es auch als Übergangsregelung fungieren.

Taschenrechner-shutt 116293141 in Reform der Grundsteuer: Flächenmodell könnte zu schneller Umsetzung führen

Das Bundesverfassungsgericht hat im April dieses Jahres das bisherige Grundsteuermodell für verfassungswidrig erklärt.

„Die Zeit wird knapp, eine Einigung ist schwierig. Der IVD schlägt deshalb vor, das sogenannte Flächenmodell einzuführen“, unterstreicht Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, und reagiert damit auf aktuelle Medienberichte, wonach es kein Vorankommen bei der Reform der Grundsteuer gebe. Hintergrund ist eine Antwort des Finanzministeriums auf eine Parlamentsanfrage der Grünen zum Stand der Grundsteuerreform.

Das Bundesverfassungsgericht hatte am 10. April dieses Jahres die Bemessungsgrundlage der Grundsteuer wegen Verstoßes gegen das Gleichbehandlungsgebot für verfassungswidrig erklärt. Dem Gesetzgeber war eine Frist bis Ende 2019 eingeräumt worden, um ein neues Modell vorzulegen.

„Die Lage ist kompliziert. Nicht umsonst ist es seit mehr als 20 Jahren nicht gelungen, eine Reform der Grundsteuer zu beschließen. Bis zum Ende das Jahres 2019 muss das neue Gesetz jedoch in Kraft treten. Deshalb plädiert der IVD für das Flächenmodell, weil es nicht nur einfach, sondern auch gerecht ist und zu keinen sozialen Verwerfungen führen wird“, begründet Schick die Position des Verbands.

Umsetzung ohne großen bürokratischen Aufwand möglich

Aus Sicht des IVD ist die Ansetzung der Grundflächen der Grundstücke sowie der Nutzflächen der Gebäude als Berechnungsgrundlage für die Grundsteuer die fairste Form der Steuerlastermittlung. Sie differenziere zwischen bebauten und unbebauten Flächen sowie Ein- und Mehrfamilienhäusern. Außerdem ließe sie sich relativ schnell und ohne übermäßigen bürokratischen Aufwand umsetzen.

„Denkbar wäre auch, dass man mit dem Flächenmodell eine funktionierende und verfassungsgemäße Übergangsregelung schafft, wenn eine weitergehende Reform unbedingt gewünscht ist“, so der IVD-Präsident. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

BKA: Kfz-Diebstähle gehen zurück

Die Zahl der dauerhaft gestohlenen Kraftfahrzeuge ist in Deutschland leicht zurückgegangen. Dies geht aus der vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichten Kfz-Kriminalitätstatistik 2017 hervor.

mehr ...

Immobilien

Studie: Immobilienfondsmanager wachsen 2017 stark

Im vergangenen Jahr haben die durschnittlichen Assets under Management (AuM) von Immobilienfondsanbietern deutlich zugenommen. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des europäischen Fondsverbandes für ungelistete Immobilien-Vehikel (INREV).

mehr ...

Investmentfonds

Branchentreff der Asset Manager: die funds excellence 2018

Zum siebten Mal trifft sich das Who is Who der Anbieter vermögensverwaltender Fonds zum jährlichen Austausch im Rahmen der funds excellence 2018 in Frankfurt.

mehr ...

Berater

Bürgerschaft soll Drei-Milliarden-Kredit für HSH Nordbank bewilligen

Der Hamburger Senat hat am Dienstag wie angekündigt eine Kreditermächtigung über 2,95 Milliarden Euro beantragt, um seine Garantieverpflichtungen gegenüber der HSH Nordbank abzulösen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity kauft weiteres Objekt für ihren Fonds Nr. 6

Die Leipziger Publity AG hat für ihren geschlossenen Publikums-AIF “Publity Performance Fonds Nr. 6” ein etwa 4.500 Quadratmeter großes und vollständig vermietetes Bürogebäude in Büdelsdorf, Schleswig-Holstein, erworben.

mehr ...

Recht

Immobilienvermögen: Was Erben wissen müssen

Ein großer Teil des in Deutschland vererbten Vermögens entfällt auf Immobilien. Wer ein solches Erbe erwartet, sollte sich daher mit den wichtigsten Aspekten rund um Freibeträge und Erbfolge auseinandersetzen. Die Immobilienexperten von McMakler haben die wichtigsten Punkte zum Thema zusammengetragen.

mehr ...