4. September 2018, 14:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zinshäuser: So teuer sind die Metropolen

Zinshäuser sind bei Investoren und vermögenden Privatanlegern gefragt, aber die Renditen sind in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Das Portal Immoverkauf24 hat die Preisentwicklung in den Metropolen untersucht und gibt Tipps, wo sich ein Kauf noch lohnt.

Altbau-hamburg-shutt 149968973 in Zinshäuser: So teuer sind die Metropolen

In den guten Lagen der Metropolen haben die Kaufpreise für Zinshäuser ein hohes Niveau erreicht.

Seit alternative Anlagemöglichkeiten praktisch nicht mehr vorhanden und die Kreditzinsen niedrig sind, stürzen sich institutionelle und private Anleger auf Mehrfamilienhäuser als Kapitalanlage. Und das, obwohl die Renditen in den vergangenen Jahren drastisch gesunken sind.

Das Experten­portal Immoverkauf24 hat die Kaufpreisfaktoren der letzten fünf Jahre in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt untersucht. Basis sind die Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse.

Kaufpreisfaktor als Indikator für die Rendite

Eine wichtige Kennzahl beim Kauf eines sogenannten Zinshauses ist der Kaufpreisfaktor, auch Ertragsfaktor oder Vervielfältiger genannt: Er gibt das Verhältnis vom Kaufpreis zu den jährlich erzielbaren Nettokaltmieten wieder (Kaufpreis / Nettokaltmieten = Ertragsfaktor).

Man könnte auch sagen: Je höher dieser Wert ist, des­to länger dauert es, dass der Kaufpreis durch die Mieteinnahmen wieder hereingespielt wird. Natürlich ist die Rechnung eigentlich sehr viel komplexer, jedoch ist der Ertragsfaktor für Anleger eine wichtige Kennzahl, um ein Renditeobjekt einschätzen zu können.

Denn der Kaufpreisfaktor gibt als Kehrwert die Bruttorendite eines Objektes wieder: Hat eine Immobilie einen Faktor von 20, entspricht das einer Bruttorendite von 1/20 = fünf Pro­zent. Das 20-fache der Jahresmiete gilt eigentlich als Faustregel für eine lohnende Investition.

Eigentlich. Denn in den fünf größten Städten Deutschlands ist diese Marke inzwischen ziemlich unrealistisch, so Immoverkauf24, wie eine Analyse der durchschnittlichen Ertragsfaktoren von Mehrfamilienhäusern der letzten fünf Jahre zeige.

Höchster Preisfaktor in München, höchste Steigerung in Berlin

In München lag der Kaufpreisfaktor demnach in 2017 bei 40 und steigerte sich um 54 Prozent innerhalb von fünf Jahren. In Berlin lag der Faktor im gleichen Jahr bei 29, in der Hauptstadt erfuhr er die stärkste Steigerung in den letzten fünf Jahren, nämlich um 63 Prozent.

In Frankfurt stiegen die Kaufpreise für Mehrfamilienhäuser in fünf Jahren um 43 Prozent auf das 26-fache der Jahresmiete. In Köln lag der durchschnittliche Kaufpreis lag beim 21-fachen der Jahresmiete.

Seite 2: So sind die Aussichten in Berlin

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Allianz will feste Regeln für nachhaltige Kapitalanlagen

Die Allianz will sich bei nachhaltigen Kapitalanlagen für feste Regeln weltweit einsetzen. “Wir können das in Paris vereinbarte Ziel nur erreichen, wenn alle zehn Jahre der CO2-Ausstoß halbiert wird”, sagte Allianz-Investmentchef Günther Thallinger in Davos. Daher müsse auch der Fußabdruck des Anlageportfolios alle zehn Jahre um die Hälfte sinken. “Die Messung dafür muss einheitlich definiert werden, ein globaler Standard wäre ideal”, sagte er.

mehr ...

Immobilien

McMakler knackt die Milliarden-Marke

Beste Stimmung auf dem Immobilienmarkt: Die Branche spricht bereits vom Superzyklus und ein Ende des Booms sehen Experten derzeit nicht. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Jahresrückblick von McMakler wider.

mehr ...

Investmentfonds

“Dieselgate”: Kanada verhängt Millionenstrafe gegen VW

Mehr als 30 Milliarden Euro an Rechtskosten hat die Affäre um manipulierte Abgaswerte zahlreicher Dieselautos den VW-Konzern bereits gekostet. Nun steigt die Rechnung weiter.

mehr ...

Berater

Blau direkt, Königswege und Vers-Kompass gründen Joint Venture

Als volldigitale Unternehmensberatung im Finanzdienstleistungsmarkt bietet die neu gegründete Orbit Consulting Maklern, Vertretern und Anlageberatern die einzigartige Möglichkeit zum Erwerb unternehmerischer Digitalkompetenz.

mehr ...
22.01.2020

Simplify your job!

Sachwertanlagen

RWB steigert Umsatz zum fünften Mal in Folge

Die RWB Group hat im Jahr 2019 bei Privatanlegern und institutionellen Investoren insgesamt mehr als 77,5 Millionen Euro platziert. Mehr als drei Viertel des platzierten Kapitals entfallen auf das Kerngeschäft der Private-Equity-Dachfonds.

mehr ...

Recht

Negativzinszahlungen an die EZB steigen auf 25 Milliarden Euro

Im vergangenen Oktober senkte die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzins für Banken auf -0,5 Prozent. Gleichzeitig führte sie durch eine Zinsstaffelung einen Freibetrag ein: Einlagenüberschüsse in Höhe der sechsfachen Mindestreserve, die die Banken als Pflichteinlage bei den nationalen Zentralbanken unterhalten müssen, werden vom Negativzins ausgenommen. Eine heute anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellte Analyse des Hamburger FinTech-Unternehmens Deposit Solutions legt nun erstmals dar, wie sich die geldpolitischen Änderungen der EZB auf die Negativzinszahlungen der Banken konkret auswirken.

mehr ...