4. September 2019, 11:30
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Baufinanzierung: Wer später kauft, benötigt mehr Eingenkapital

Manchmal erfordert das Leben auch im hohen Alter räumliche Veränderungen, sei es auf eigenen Wunsch oder fremdbestimmt durch den Gesundheitszustand oder veränderte Mietverhältnisse. Wer sich also im gehobenen Lebensalter noch einmal für den Immobilienkauf entscheidet, der stellt Senioren häufig vor die Hürde einer Baufinanzierung.

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Was auf den ersten Blick kompliziert klingt, ist in der Praxis aber gar nicht so schwer, wenn die finanziellen Grundbedingungen stimmen. „Im Wesentlichen müssen ältere Menschen bei der Immobilienfinanzierung auf eine geringe Laufzeit und hohe Tilgung achten“, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsvermittlers Baufi24.de.

Einkommen, Eigenkapital und hohe Tilgung als Voraussetzung

Keine Bank geht gerne das Risiko der Zahlungsunfähigkeit ein, sei es aufgrund des Rentenbeginns oder eines eventuellen Todesfalls der Bauherren.

„Wichtigste Kriterien sind das verfügbare Einkommen, ausreichend Eigenkapital, eine hohe Tilgung und ein niedriger Beleihungswert der Immobilie“, führt Scharfenorth aus. Als Besonderheiten können auch die Offenlegung der Erbfolge oder ein Erbe als Kreditnehmer im Vertrag Bedingung sein.

Restschuldversicherung als Sicherheit für die Bank

Eine Restschuldversicherung ist meist Vorgabe für Kreditnehmer im hohen Alter. Für diese sollte das Ziel die Tilgung vor Renteneintritt oder eine Absicherung der Raten und der Restsumme im Rentenalter sein. Eine Kombination aus viel Eigenkapital, hoher Tilgung und Sondertilgungen bietet dafür die entsprechende Basis.

„Banken haben sich mittlerweile auch auf diesen durchaus lukrativen Markt eingestimmt und entsprechende Angebote im Portfolio“, sagt Scharfenorth. „Wer über genügend Eigenkapital verfügt, für den spielt das Alter erst mal nur eine untergeordnete Rolle“.

Ist ein altersgerechter Umbau oder barrierefreies Wohnen geplant, sind sogar noch Förderungen durch die KfW möglich.

Foto: Shutterstock

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