Mehr als 600 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe gefördert

In Deutschland sind im Jahr 2018 rund 608 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe gefördert worden, insbesondere Steine, Sand, Kies und Salze. Diese Rohstoffe seien unter anderem für den Ausbau der Erneuerbaren Energien wichtig, aber auch für den Erhalt der Infrastruktur sowie die Bau- und Chemieindustrien, sagte Volker Steinbach von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) am Dienstag in Hannover.

Saline in Bad Orb

Insgesamt belaufe sich der Wert der in Deutschland produzierten Rohstoffe auf 12,4 Milliarden Euro – eine leichte Steigerung zum Vorjahr (2017: 12,3 Mrd. Euro).

Auch rund 171 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl wurden in Deutschland produziert. Die Förderung von Erdgas und Erdölgas wurde mit 6,9 Milliarden Kubikmetern angegeben. Darüber hinaus seien 4,9 Millionen Kubikmeter Torf gewonnen worden.

Allerdings bleibe Deutschland bei vielen Rohstoffen abhängig von Einfuhren aus dem Ausland. So wurden im Jahr 2018 etwa 410 Millionen Tonnen Rohstoffe importiert, mehr als die Hälfte davon aus dem Bereich Energie. Der Rest entfiel überwiegend auf den Bereich Metall. Die Ausgaben für die Einfuhren stiegen auf 181,5 Milliarden Euro.

Veröffentlicht wurden die Zahlen im jährlichen Rohstoffbericht, mit dem die BGR die Bundesregierung, die deutsche Wirtschaft und die Öffentlichkeit über die Versorgungssituation informiert. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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