22. Januar 2019, 09:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Run auf Eigentumswohnungen in Berlin

Berlin ist ein gefragter Anlagestandort für Immobilien, insbesondere für hochwertige Apartments. Im Bundesvergleich erreicht die deutsche Metropole die meisten Objektverkäufe am Wohnungsmarkt. Rund 21.000 Eigentumswohnungen wechselten hier im 1. Halbjahr 2018 den Besitzer. Und der Ansturm dürfte weitergehen.

Bildschirmfoto-2019-01-21-um-16 23 59 in Run auf Eigentumswohnungen in Berlin

Objekt nähe Kurfürstendamm: Eine Eigentumswohnung steht dort für 1,8 Millionen Euro zum Verkauf.

“Das anhaltend niedrige Zinsniveau in Kombination mit dem starken Wirtschaftswachstum macht Kaufimmobilien in der Bundeshauptstadt zu einem attraktiven und soliden Investment”, sagt Johann Helms, Mitglied der Geschäftsleitung von Engel & Völkers Berlin. Durch das begrenzte Objektangebot bei gleichzeitig steigender Nachfrage ist auch 2019 mit weiter anziehenden Preisen in der Spreemetropole zu rechnen. Diese und weitere Ergebnisse zeigt der “Wohnimmobilien Marktbericht Deutschland 2018/2019” von Engel & Völkers.

Hohes Preisniveau in allen Bezirken

Zu den teuersten Adressen in Berlin zählen Charlottenburg, Mitte, Prenzlauer Berg, Schöneberg und Wilmersdorf. In Mitte und Charlottenburg erreichten Eigentumswohnungen im 1. Halbjahr 2018 Quadratmeterpreise von bis zu 16.000 Euro. Neben der Lage bestimmt das Baujahr den Kaufpreis. So suchen Kunden entweder prächtige Altbauten mit Stuck, Erkern und einem gepflegten Gemeinschaftseigentum. Oder sie fragen nach erstklassigen Neubauten mit Autostellplätzen, hohen Decken, großzügigen Terrassen und Balkonen.

Designer-Apartments, Lofts und Penthouse-Wohnungen innerhalb des S-Bahn-Rings sind bei Kunden und Kapitalanlegern besonders beliebt. Familien bevorzugen hingegen großzügige, grüne Lagen in begehrten Bezirken im Südwesten, wie Dahlem, Grunewald und Zehlendorf. Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden im 1. Halbjahr 2018 Kaufpreise von bis zu 6,5 Millionen Euro erzielt. Villenlagen in Frohnau, Pankow und Köpenick gehören zu den aufstrebenden Regionen.

Berlin ist Spitzenreiter beim Transaktionsvolumen von Eigentumswohnungen

Im Deutschlandvergleich führt Berlin bereits zum dritten Mal mit 5,68 Milliarden Euro das Ranking der Transaktionsvolumina am Wohnungsmarkt an. Mit insgesamt 21.356 Verkäufen wurden in der Hauptstadt mehr als doppelt so viele Eigentumswohnungen vermittelt wie im zweitplatzierten München. Im Ranking der Ein- und Zweifamilienhäuser nimmt Berlin mit einem Umsatzvolumen von 1,12 Milliarden Euro den dritten Platz ein, direkt nach Hamburg und München.

“Nach wie vor fehlen in der Hauptstadt Grundstücke und Bauvorhaben, um den erforderlichen Bedarf an Wohnraum zu bedienen. Wir gehen davon aus, dass die Preise in allen Segmenten weiter anziehen werden”, sagt Günter Th. Fischer, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers Berlin-Mitte.

Ausblick: Immobilien-Hotspot für internationale Anleger

In Berlin dominieren derzeit nationale Suchkunden den Markt. Hierbei handelt es sich überwiegend um Deutsche, die nicht zwingend vor Ort leben, sondern einen Zweitwohnsitz suchen. Weitere Käufer stammen aus dem europäischen Ausland, den USA, Russland und China. Im Vergleich zu anderen bundesdeutschen Großstädten und europäischen Metropolen sind die Kaufpreise in Berlin verhältnismäßig moderat. Dies erleichtert den Einstieg für Investoren.

“Das Potenzial für Neubauten ist noch längst nicht erschöpft. In Top-Lagen können neue Eigentumswohnungen Quadratmeterpreise von 17.000 bis 20.000 Euro erzielen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um zu investieren”, sagt Johann Helms, Mitglied der Geschäftsleitung von Engel & Völkers Berlin. (fm)

Foto: Engel & Völkers

1 Kommentar

  1. Mein Tipp ist eine sehr kompetente Maklerin, die sehr interessante Neubauprojekte mit Architekten verwirklicht. Ud das zu einem ordentlichen Preis. Infos dazu gibt es auf Ihrer Homepage: Immobilien Lehmann Berlin.

    Kommentar von Martin Linke — 16. April 2019 @ 11:29

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Provisonsdeckel: AfW hinterfragt vorgelegte Zahlen des Ombudsmanns

Der AfW verwehrt sich gegen die vorgelegten Zahlen des Ombudsmanns für Versicherungen. Diese seien laut Pressemitteilung lückenhaft und geben somit nur ungenau über die Notwendigkeit einer politischen Regulierung Auskunft. Insbesondere die Unterscheidung zwischen zulässigen und berechtigten Beschwerden verändert den Blick auf die Frage der Beratungsqualität.

mehr ...

Immobilien

Über sozialen Frieden und heilige Kühe: München diskutiert über Lösungen für das Wohnproblem

„Mieterschutzgesetz, Mietpreisbremsen, Erhaltungssatzungen: Wird Münchens Wohnungsproblem so gelöst?“ Diese Frage stand im Zentrum der Veranstaltungsreihe münchner immobilien fokus am 20. Mai 2019 im Literaturhaus. Was die Gemüter besonders erhitzte.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Finance Vertriebskongress: 500 geladenen Vertriebspartnern und exklusiver Club-Deal

Die Deutsche Finance Solution begrüßte am 21. Mai 2019 im Auditorium der BMW-Welt München rund 500 ihrer Vertriebspartner zum Thema Markt, Kompetenz und Investments. Symon Hardy Godl, Geschäftsführer Deutsche Finance Asset Management, informierte die Teilnehmer ausführlich über das aktuelle Gesamtportfolio der Deutsche Finance Group sowie die aktuellen und zukünftigen institutionellen Investmentstrategien.

mehr ...

Berater

Grafik des Tages: Ein Jahr Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Fast 150.000 Anfragen und Beschwerden mit DSGVO-Bezug sind seit Mai 2018 bei Datenschutzbehörden in Europa aufgelaufen – davon rund 90.000 Benachrichtigung über Datenschutzverletzungen. Wie die Lage seit dem 25. Mai 2018 ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

„INP Deutsche Pflege Invest“: Offener Spezial-AIF erwirbt drei weitere Pflegeimmobilien

Das Immobilienportfolio des für institutionelle Investoren konzipierten offenen Spezial-AIF „INP Deutsche Pflege Invest“ ist um drei weitere Pflegeimmobilien ergänzt worden. Die INP-Gruppe, Asset Manager des Fonds, hat die Pflegeeinrichtung „Seniorensitz am Hegen“ in Hamburg-Rahlstedt, das „Haus St. Antonius“ in Kemnath (Bayern) und die „Altstadtresidenz Wernigerode“ in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) für den Fonds erworben.

mehr ...

Recht

Vorsicht bei vorausfahrendem Fahrschulfahrzeug

Im Straßenverkehr müssen Autofahrer den Sicherheitsabstand stets so bemessen, dass sie auch bei plötzlichem Bremsen des Vorausfahrenden halten können. Besondere Vorsicht ist angesagt, wenn ein entsprechend gekennzeichnetes Fahrschulauto vorausfährt. Hier muss man auch damit rechnen, dass es ohne erkennbaren Grund abbremst. Die Württembergische Versicherung (W&W) weist auf ein Urteil des Landgerichts Saarbrücken (13 S 104/18) hin.

mehr ...