Anzeige
Anzeige
18. September 2012, 09:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

High Yield und Aktien entkoppeln sich weiter

Die Renditen von High Yield-Anleihen und Aktien liefen meistens in die gleiche Richtung – jedenfalls bis 2008. Seit dem Beginn der Finanzkrise vollzieht sich jedoch ein struktureller Wandel, der diese hohe Korrelation allmählich auflöst.

Kommentar von James Tomlins, Fondsmanager M&G European High Yield Bond Fund

James Tomlins, M&G Investments

James Tomlins, M&G Investments

So haben sich die europäischen Hochzinsanleihen- und Aktienmärkte in diesem Jahr bisher überraschend unterschiedlich entwickelt: Während die High Yield-Bonds etwas mehr als 12 % dazu gewannen, zeigten sich die Aktien deutlich im Minus – der MSCI Europe ex UK hatte bis Ende Juli 2012 1,3 Prozent und der etwas stärker konzentrierte DJ Euro Stoxx 50 sogar 8,4 % verloren.

Trotz dieser beeindruckenden Wertentwicklung hegen Anleger, die mit Hochzinsanleihen nicht vertraut sind, unter Umständen gewisse Vorbehalte. Dies ist kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, wie negativ einige der in diesem Zusammenhang verwendeten Begriffe belegt sind – man denke nur an die „Schrottanleihen“. Die Fakten sprechen jedoch schon länger eine andere Sprache.

Absolut betrachtet haben hochverzinsliche Anleihen nämlich schon über die letzten 14 Jahre deutlich besser abgeschnitten als die führenden westlichen Aktienmärkte – und zwar vor allem in der Zeit nach der Lehman-Pleite.

Anlegerinteresse an High Yields steigt

So verzeichneten Hochzinsanleihen in den Jahren 2009 und 2010 einen starken Anstieg, während die Aktienerträge im Keller blieben. Bemerkenswert ist auch, dass diese Wertentwicklung mit niedriger Volatilität erreicht wurde.

Seit einiger Zeit schon wächst daher das Anlegerinteresse an High Yield-Anleihen stark an. Ein wichtiger Grund dafür sind die laufenden Erträge, die mit diesen Titeln erwirtschaftet werden können.

Angesichts negativer realer Renditen für Geldmarktanlagen und Staatsanleihen sehen sich „Buy and hold“-Investoren gezwungen, in riskantere Anlagen umzuschichten, um ihren Bedarf an laufenden Erträgen zu decken – das ist nicht zuletzt einer der gewünschten Effekte einer expansiven Geldpolitik.

In Anbetracht relativ hoher Bonitätsaufschläge auf risikolose Papiere wie beispielsweise Bundesanleihen – auch Credit Spreads genannt – sowie niedriger Renditen auf Staatsanleihen ist vor allem das Verhältnis zwischen Spreads und Zinsduration von Bedeutung. Mit der Zinsduration lässt sich der Einfluss einer Änderung des Zinsniveaus auf den Anleihekurs messen.

Seite zwei: Zentrale Aspekte für Anleger

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...