10. Juni 2013, 07:48
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“Weg zur Finanzunion ist sehr schwierig”

Die vermögensverwaltenden Fonds der Gothaer Asset Management feiern in diesen Tagen ihren fünften Geburtstag. Aus diesem Anlass sprach Cash. mit Fondsmanagerin Carmen Daub über die aktuelle Marktlage und die Ausrichtung der Fonds.

Aktien Fonds

“Wir glauben, dass die Dominanz der Schuldenkrise sukzessive an Bedeutung
verlieren wird.”

Cash.: Der Dax hat 2012 knapp 30 Prozent zulegen können. Wie fällt Ihre Prognose für das laufende Jahr aus?

Daub: Wir sind auch für das laufende Jahr positiv für den Aktienmarkt gestimmt. Die meisten Rahmendaten sprechen für Aktien. Die Unternehmen sind deutlich besser gegen Krisen geschützt als in der Vergangenheit. Sie verfügen über eine hohe Liquidität, haben ihre Schulden abgebaut und können sich angesichts der niedrigen Zinsen sehr günstig refinanzieren. Allerdings ist nach der guten Entwicklung in den letzten Monaten vorübergehend eine Verschnaufpause möglich.

Wie viel Deutschland steckt in den Gothaer Comfort Fonds?

Die Gothaer Comfort Fonds sind vermögensverwaltende Fonds, die in viele unterschiedliche Assetklassen investieren können. Bei jeder Anlageklasse können wir weltweit investieren. Da sind wir zurzeit auf der Renten-, Aktien- und Immobilienseite. Bei Aktien sind wir seit einigen Monaten in Japan deutlich übergewichtet, Europa leicht übergewichtet und in Nordamerika deutlich untergewichtet. Innerhalb Europas bevorzugen wir deutsche Aktien. Auf der Rentenseite besitzen wir nur wenige Bundesanleihen.

Beim Blick auf die europäische und globale Konjunktur gibt es nach wie vor zahlreiche Baustellen. Wie ist Ihre Einschätzung für die Entwicklung europäischer und weltweiter Aktien und Anleihen im laufenden Jahr?

Trotz eines moderaten globalen Wirtschaftswachstums sind wir optimistisch für die Aktienmärkte. Die Unternehmen sind gut aufgestellt und vor allem ist ausreichend Liquidität an den Kapitalmärkten für weitere Investments in Aktien vorhanden.

Die Inflation wird in den großen Industrieländern niedrig bleiben, die großen Notenbanken werden für längere Zeit ihre Leitzinssätze auf sehr niedrigem Niveau belassen. Deshalb erwarten wir, dass die Renditen bei den Staatsanleihen der Kernländer nur moderat ansteigen werden.

Was bedeutet diese Einschätzung für die Steuerung der Comfort Fonds?

Seit Beginn der Finanzkrise und der später folgenden Euroland-Schuldenkrise sind die Kapitalmärkte überwiegend politisch getrieben. Wir erwarten aber, dass die Politiker und die EZB alles tun werden, um den Euro zu erhalten und zu stabilisieren. Deswegen glauben wir, dass die Dominanz der Schuldenkrise sukzessive an Bedeutung verlieren wird.

In einem solchen Umfeld sollten Risikoassets wie Aktien, Rohstoffe, Emerging Market Bonds, Unternehmensanleihen und High Yield Bonds die konservativen Anlageformen, zum Beispiel geldmarktnahe Anlagen oder Renten der Kernländer, outperformen. Deswegen sind wir strategisch in Risikoassets übergewichtet.

Seite zwei: Risikomanagement der Fonds

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