14. Juni 2013, 09:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vermögensverwaltende Fonds: Dossier

Die Aktienmärkte der Industriestaaten erreichen 2013 neue Rekordniveaus, obwohl sich deren Schulden so hoch türmen wie noch nie. Gute Chancen zum Investieren bieten sich dennoch.

Vermögensverwaltende Fonds

Auch wenn das Umfeld anspruchsvoll scheint: Das gesamte Vermögen auf dem Sparbuch liegen zu lassen, ist angesichts von Zinsen unterhalb der Inflationsrate allerdings keine akzeptable Option. Dieser Ansicht sind auch Aymeric Forest und Iain Cunningham. Die beiden managen für den britischen Vermögensverwalter Schroders gemeinsam den Schroder ISF Global Multi Asset Income. Das Fondsmanager-Duo hat sechs Regeln für richtiges Investieren aufgestellt, die aus ihrer Sicht Anlegern helfen, die Untiefen zu umschiffen und erfolgreich ihr Kapital zu vermehren:

1. Vorsicht bei passiven Produkten wie beispielsweise ETFs. Investitionen in ETFs erhöhen das Risiko zu stark in Risiken investiert zu sein, die sich eigentlich vermeiden lassen. Ein Beispiel sind Aktien-ETFs. Diese konzentrieren sich häufig auf einige wenige Sektoren wie beispielsweise Versorger und machen das Portfolio somit anfällig für regulatorische Risiken. Aus Sicht der beiden Fondsmanager sollten sich Anleger auf maßgeschneiderte Strategien konzentrieren, die eben solche unnötigen Risiken vermeiden.

2. Auf einen diversifizierten Ansatz setzen. Wenn man sich bei ertragsorientierten Investitionen auf eine einzige Asset-Klasse konzentriert, setzt man die Investoren automatisch einem höheren, für die Asset-Klasse typischen Risiko aus. Das kann das Marktrisiko bei Aktien sein, das Liquiditätsrisiko bei Hochzinsanleihen oder das für Emerging Markets-Anleihen typische politische Risiko. Letztendlich können diese Risiken zu einer bedeutenden Underperformance der jeweiligen Assetklasse führen. Diversifiziert man jedoch richtig, werden auch die Risiken entsprechend diversifiziert und es lassen sich überragende, risikoadjustierte Erträge generieren.

3. Fokus auf qualitativ hochwertige Assets mit nachhaltigen Erträgen. Eines der größten Risiken bei der Kapitalanlage ist das des permanenten Kapitalverlusts. Wenn man zum Beispiel in höher verzinste Wertpapiere investiert, ohne auf die Kreditwürdigkeit des Emittenten zu achten oder darauf, ob er auch künftig in der Lage ist, Dividenden oder den Kupon zu bedienen, riskiert man unwiderruflichen Kapitalverlust. Deshalb ist es unerlässlich, bei Anleihen besonderes Augenmerk auf die Qualität der Papiere zu legen und bei Akten darauf zu achten, dass das Unternehmen in der Lage ist, die Ertragsströme zu steigern. Nur so kann Kapitalverlust vermieden werden.

4. Chancen müssen weltweit genutzt werden. Wenn sich Investoren zu sehr auf eine Region konzentrieren – zum Beispiel nur auf ihren Heimatmarkt – sind ihre Chancen im Gegensatz zu global investierenden Anlegern auch entsprechend eingeschränkt. Die Anlagepreise schwanken von Region zu Region. Mit einem globalen Ansatz kann man von diesen Schwankungen profitieren und Chancen entsprechend wahrnehmen, wenn sie sich bieten.

5. Flexibel und uneingeschränkt sein. Der Mehrwert einer Asset-Klasse schwankt im Verlauf eines Wirtschaftszyklus. Gerade wenn man Produkte managt, die in verschiedene Asset-Klassen investieren, ist es deshalb besonders wichtig, einen flexiblen und uneingeschränkten Ansatz zu verfolgen. So kann man über einen längeren Zeitraum einen Mehrwert aus den verschiedenen Asset-Klassen, Anlage-Styles, Markt- und Unternehmensgrößen ziehen.

6. Risiken analysieren und vorsichtig managen. Wenn man die ersten fünf Regeln befolgt, minimiert man bereits konzentrierte und anlagespezifische Risiken. Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, Liquiditätsrisiken zu berücksichtigen, um einen reibungslosen An- und Verkauf der Assets zu gewährleisten. Weiterhin ist es entscheidend, die Summe der Risiken, die man eingegangen ist, zu kennen und außerdem zu analysieren, wie sich das Portfolio im jeweiligen Marktumfeld verhält. Aus Sicht von Cunningham und Forest ist hierfür ein aktiver Risikomanagement-Ansatz entscheidend. Nur so kann man Ursache und Auswirkungen verschiedener Risiken auf das Portfolio verstehen und dabei helfen, das Portfolio in unsicheren Marktphasen zu schützen.

 

Wer die richtige Anlagestrategie lieber Profis überlassen möchte, findet ein stetig wachsendes Angebot vermögensverwaltender Strategien vor. Neue Offerten und weitere Infos rund um das Segment vermögensverwaltender Fonds finden sie im Anschluss:

Neuer Schroders-Rentenfonds ohne Benchmark

Aktienmarkt: Privatanleger schalten einen Gang zurück

Interview: “Weg zur Finanzunion ist sehr schwierig”

Volkswohl Bund nimmt drei Metzler-Fonds ins Portfolio auf

Interview: “Anleger haben erheblichen Nachholbedarf”

Union startet defensiven Mischfonds

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nachfolgeplanung: Die Hoffnung ruht zu Unrecht auf dem Mitbewerber

Ein Drittel der Maklerbetriebe ist im Hinblick auf die eigene Altersversorgung auf den Verkauf des Betriebes angewiesen. Dessen ungeachtet haben 48 Prozent der Befragten noch keine Nachfolgeregelung geplant oder getroffen. Dies ist zentrales Ergebnis einer Studie zum Thema Unternehmensnachfolge in Maklerbetrieben, die die Versicherungsforen Leipzig gemeinsam mit den Maklerforen Leipzig und der Berufsakademie Dresden durchgeführt haben.

mehr ...

Immobilien

Warum der Mietendeckel Mietern nicht hilft

Der Berliner Senat will den sogenannten Mietendeckel einführen, die Bestandsmieten also für fünf Jahre einfrieren. Es soll eine Antwort auf die kräftigen Mietpreissteigerungen der vergangenen Jahre sein, die vielen Berlinern zu schaffen machen – 84 % der Berliner Haushalte leben zur Miete. Ein Kommentar von Nedeljko Prodanovic, Geschäftsführer Stonehedge, zum Mietdeckel

mehr ...

Investmentfonds

Doppelschlag von Fed und EZB

Auf der Pressekonferenz der US-Notenbank am vergangenen Mittwoch war die Ansage von Jerome Powell eindeutig: Sollte der Handelskrieg weiter schwelen und somit auch das Erreichen des Inflationsziels gefährden, stehe die Fed Gewehr bei Fuß, um die Zinsen erstmals seit 2008 zu senken. Noch deutlicher war die Kunde, welche die sogenannten Dots verbreiteten. Ein Kommentar von Felix Herrmann, Kapitalmarktstratege bei Blackrock.

mehr ...

Berater

Banken schöpfen digitales Potential nicht aus

Capco, Management- und Technologieberatung mit Fokus auf die Finanzdienstleistungsbranche, veröffentlicht eine neue Studie zum Stand der Digitalisierung im Kreditgeschäft von Banken. Befragt wurden Kunden und Führungskräfte von mehr als 100 Kreditinstituten zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen über den Stand der Digitalisierung im Kreditgeschäft. Das Zeugnis für die Banken fällt dabei ernüchternd aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Sehr positive Resonanz der Gläubiger auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter

Die Gläubiger in den Insolvenzverfahren der deutschen P&R Gesellschaften haben sehr positiv auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter reagiert. Bislang haben schon über 95 Prozent der Gläubiger bzw. deren anwaltliche Vertreter ihre Zustimmung zum Vergleich über die Forderungsfeststellung erklärt. Insgesamt wurden in den vier Insolvenzverfahren über 80.000 Schreiben an rund 54.000 Gläubiger verschickt.

mehr ...

Recht

Versicherungspolicen: Wo es Steuern zurückgibt

In diesem Jahr verlängert sich erstmalig die Frist zur Abgabe der Steuererklärung auf den 31. Juli. Besonders Steuererklärungs-Muffel wird die zwei-monatige Fristverlängerung freuen. Dabei kann man mit den richtigen Tipps und Kniffen durchaus eine ganze Menge der gezahlten Steuern wiederbekommen. Dies gilt auch für die abgeschlossenen Versicherungspolicen.

mehr ...