Barings setzt auf Frontier Markets

Baring Asset Management präferiert Frontier Markets. Entwicklungsländer bieten nach Einschätzung der britischen Fondsgesellschaft unter anderem ein kräftiges Wachstum und günstige Aktien.

Dubai Financial Center: Das Emirat will zur Finanzdrehscheibe werden.

Eine junge Bevölkerung, ein schneller Strukturwandel und reichlich natürliche Ressourcen seien die Schlüsselfaktoren für zukünftigen Fortschritt, glauben die Barings-Analysten.

Geringe Korrelation zu etablierten Aktienmärkten

„Frontier Markets bieten das Umfeld für zukünftiges Wachstum. Die Schätzungen für die Wachstumsraten der entwickelten Volkswirtschaften für die kommenden fünf bis zehn Jahre stagnieren bestenfalls und Schwellenländer weisen nicht mehr das hohe Expansionstempo auf wie vor zehn Jahren“, sagt Michael Levy, der den Baring Frontier Markets Fund managt: „Die höchsten Wachstumschancen bleiben demgegenüber den Grenzmärkten vorbehalten.“

Frontier Markets sind wirtschaftliche Entwicklungsländer. Barings nennt als Beispiele Argentinien, Bangladesch, Ghana, Kasachstan, Kenia, Kuwait, die Mongolei, Nigeria, Pakistan, Katar, Rumänien, Saudi-Arabien, Slowenien, Sri Lanka, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Ukraine und Vietnam.

[article_line]

Levy sieht weitere Vorteile: „Überdies sind die Korrelationen sowohl zu den entwickelten als auch den aufstrebenden Aktienmärkten sowie unter den Frontier Markets selbst als niedrig zu bewerten, so dass Investoren mit langfristiger Ausrichtung eine Beimischung dieser Anlageklasse ernsthaft erwägen sollten.“

Die rasch wachsende Erwerbsbevölkerung sollte sich demnach auf lange Sicht in produktiven Wirtschaftsaktivitäten niederschlagen, meint Levy: „Der zweite Faktor ist der rasche Strukturwandel, der aus der wachsenden Erwerbsbevölkerung mit zunehmender Kaufkraft resultiert und zu steigenden Konsumausgaben sowie einer vermehrten Nachfrage nach Finanzdienstleistungen führt. Der dritte Faktor sind die natürlichen Ressourcen, über die Frontier Markets verfügen.“ Sie dienten unter anderem zur Finanzierung von Infrastruktureinrichtungen, die ihrerseits das Wirtschaftswachstum fördern. (mr)

Foto: Shutterstock

0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Weitere Artikel
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.