21. Januar 2014, 10:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Das Aktienjahr 2014: Mehr top als flop?

Entscheidend für die Frage, ob 2014 ein gutes Aktienjahr wird oder nicht, hängt von zwei Faktoren ab: der Fähigkeit der US-Wirtschaft, den Wechsel von einer ultraexpansiven Geldpolitik zu höheren Zinsen ohne schwere Wachstumsrückschläge zu gestalten und der Entwicklung in der Eurozone.

Gastbeitrag von Alexander Lehmann, Invesco

Eurozone

Sowohl in den USA als auch in der Eurozone gibt es Licht und Schatten.

Uneinheitlich: Dieses Prädikat trifft es am besten, wenn es gilt, den Ausblick auf die globalen Aktienmärkte für das neue Jahr zu beschreiben. Symptomatisch hierfür sind die Schwellenländer, die so gar nicht als die homogene Anlageklasse erscheinen wollen, als die sie in der Vergangenheit oftmals in Erscheinung traten.

Während etwa die fünf Wackelkandidaten Brasilien, Indien, Indonesien, Türkei und Südafrika in Folge ihres undisziplinierten Wirtschaftens und ihrer wachsenden Leistungsbilanzdefizite ein Jahr oder länger brauchen werden, um auf einen stabilen, nachhaltigen Wachstumspfad mit niedriger Inflation zurückzukehren, stehen Länder wie Taiwan, Süd-Korea, Hongkong, Chile und Mexiko gut da.

US-Wirtschaft und Eurozone bestimmen die Entwicklung

Entscheidend für die Frage, ob 2014 ein gutes Aktienjahr wird oder nicht, ist die Entwicklung in den Schwellenländern aber nicht, auch nicht die Lage in China oder Japan. Vielmehr hängen die globalen Wachstums- und Marktaussichten in diesen Jahr von zwei Faktoren ab – zum einen von der Fähigkeit der US-Wirtschaft, den Wechsel von einer ultraexpansiven Geldpolitik zu höheren Zinsen ohne schwere Wachstumsrückschläge zu gestalten und zu überstehen, zum anderen davon, dass es der Eurozone gelingt, erneute Haushalts- oder Bankenprobleme zu vermeiden. In beiden Regionen gibt es Licht und Schatten.

In den USA rechnet Invesco mit einer leichten Beschleunigung des realen BIP-Wachstums auf 2,5 Prozent und einer weiterhin niedrigen Inflationsrate von 1,5 Prozent. Positiv fällt dabei ins Gewicht, dass der private Sektor gute Fortschritte bei seiner Entschuldung und der Gesundung seiner Bilanzen gemacht und so eine solide Grundlage für einen ausgedehnten Aufschwung in den nächsten Jahren geschaffen hat.

US-Arbeitslosigkeit problematisch

Allerdings ist die Arbeitslosigkeit im Land weiterhin hoch und auch die Tatsache, dass die Wirtschaftsaktivität in vielen Sektoren noch hinter dem Vorkrisenniveau zurückliegt, trüben die Aussichten.

Anders sieht die Situation in der zweiten Schlüsselregion für 2014 aus. In der Eurozone rechnet Invesco in Folge des nachlassenden Geld- und Kreditwachstums zwar bestenfalls mit einem mäßigen BIP-Wachstum von 0,8 Prozent bei einer Inflationsrate von 0,6 Prozent, aber der Kontinent hat den Wendepunkt geschafft und ist wieder auf einem generellen Weg der Besserung, weil – weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit – viel getan wurde, um die Probleme zu lösen.

Seite zwei: EU-Peripherie macht Fortschritte

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

High on wheels – Cannabis am Steuer

Der 20. April oder “420 Day” ist  für Cannabis-Fans ein Pflichttermin: Denn 420, 4:20 oder 4/20 (engl.: four-twenty) ist in den USA ein Codewort für den Konsum von Haschisch und Marihuana. Hierzulande können Kranke auf Kassenkosten Cannabis als Medizin erhalten und müssen nicht mit Sanktionen rechnen – wenn sie sich an die Vorgaben des Arztes halten und fahrtüchtig sind. Anders sieht es aus, wer zum privaten Vergnügen kifft.

mehr ...

Immobilien

9 Urteile zum Thema Haus, Garten und Co.

Über die langen Monate des Winters konnten es Garten- und Balkonfreunde kaum erwarten, dass sie wieder ihren Lieblingsort betreten können. Sie vermissten das Leben im Freien beziehungsweise – im Falle des Balkons oder der Loggia – fast im Freien. Nun ist das witterungsbedingt wieder möglich, aber damit häufen sich auch entsprechende Streitfälle.

mehr ...

Investmentfonds

Aktienrückkäufe im Höhenflug

Immer mehr Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück. 2018 war für die so genannten Share Buybacks ein Rekordjahr, doch vieles spricht für neue Höchstmarken in diesem Jahr. Ein Gastbeitrag von Benjardin Gärtner, Union Investment

mehr ...

Berater

Rente mit 67: Für viele Deutsche steigt das Armutsrisiko

Höhere Altersgrenzen bei der Rente bedeuten nicht unbedingt späteren Erwerbsaustritt. Sollte der Arbeitsmarktboom nicht anhalten, drohen insbesondere Menschen mit geringer Bildung, prekärer Beschäftigung und niedriger Gesundheit große sozialpolitische Risiken. Warum die Politik jetzt handeln muss.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Eines der besten Quartale unserer Unternehmenshistorie”

Solvium Capital hat die Vermögensanlage Wechselkoffer Euro Select 5 vorzeitig geschlossen und auch das Angebot Wechselkoffer Euro Select 6 steht kurz vor Schließung. Das Nachfolgeangebot und ein weiteres Konzept sollen in den nächsten Wochen folgen.

mehr ...

Recht

Rente unter Palmen – das müssen Sie wissen

Immer mehr Ruheständler entscheiden sich dafür, ihren Lebensabend jenseits der deutschen Grenzen zu genießen. Was zu beachten ist, damit man im Ruhestandsparadies auch auf die Rente aus Deutschland zugreifen kann.

mehr ...