ETF-Vertrieb: Honorarberater im Visier

ETFs werden noch zuvorderst von institutionellen Anlegern genutzt, da Indexfonds im provisionsgestützten Privatkundenvertrieb keine attraktive Alternative für Vermittler sind. Diese Konstellation kann sich allerdings bald ändern.

Financescout24-Geschäftsführer Ralf Johnsen: „Wir wollen den freien Vertrieb in Richtung Honorarvermittlung stärken, indem wir unsere Online-Vermögensverwaltung Managed Depot auch für freie Honorarberater ausrichten.“

Der deutsche Justiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas hat das Ziel ausgegeben, noch in dieser Legislaturperiode die Finanzberatung auf Honorarbasis zu stärken. Das Ministerium strebe an, den Verkauf gegen Provision „Stück für Stück in den Hintergrund zu schieben“, so Maas im März dieses Jahres bei einem Besuch der Verbraucherzentrale in Hamburg. Die Entwicklung in England werde sehr genau beobachtet.

Schweres Fahrwasser für Provisionsvertrieb

Das Vereinigte Königreich hat den Provisionsvertrieb im vergangenen Jahr zugunsten der Honorarberatung abgeschafft. Je mehr der Provisionsvertrieb auch hierzulande in schweres Fahrwasser zu geraten scheint, desto stärker wächst die Zahl der Angebote für pauschal bezahlte Berater.

Das Finanzportal Financescout24 beispielsweise hat jüngst die Vermögensverwaltung Managed Depot auf den Markt gebracht. Mit dem Angebot hat der Online-Vertrieb insbesondere auch Honorarberater ins Visier genommen. Die Portfolios bestehen ausschließlich aus Exchange Traded Funds.

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Honorarberater im Visier

Die Financescout24-Vermögensverwaltung stellt für Anleger fünf verschiedene Portfolio-Varianten – defensiv, konservativ, ausgewogen, wachstumsorientiert und chancenorientiert – zusammen, deren Anlagedauer, Risiko und Renditeziele variieren.

Seite zwei: Vertriebsmodell der Zukunft

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