Anzeige
Anzeige
7. August 2015, 09:44
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

ETF – Dossier

Indexfonds erfreuen sich bei Investoren größter Beliebtheit. Mit dem Absatz nimmt auch der Wettbewerb auf dem ETF-Markt zu.

ETF

Die ETF-Nachfrage legt weltweit zu.

 

Der europäische ETF-Markt konnte im Juli 2015 seinen positiven Trend fortsetzen, wie die Fondsgesellschaft Lyxor verkündet. Die Nettomittelzuflüsse betrugen demnach 7,8 Milliarden Euro, nach ebenfalls positiven Flüssen im Vormonat in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Das nun insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende 2014 um 22 Prozent auf nun 444 Milliarden Euro, inklusive eines signifikant positiven Markteinflusses in Höhe von 11,70 Prozent. Während im Juli sowohl im Aktien- als auch im Anleihebereich Nettomittelzuflüsse zu verzeichnen waren, kam es bei Rohstoffen zu Rückflüssen, so die Analyse.

Die Deutsche Asset & Wealth Management hat unterdessen vermeldet, mit ihren ETFs (Exchange Traded Funds) Marktanteile in Europa gewonnen zu haben. Vor gut einem Jahr haben die Frankfurter die Replikationsart bei ihren größten ETFs von der indirekten (swap-basierten) auf die direkte (physische) Replikation umgestellt.

Mehr physische Replikation

“Grund dafür war, dass viele Anleger bevorzugt in physisch replizierende börsennotierte Indexfonds investieren”, heißt es. Nach Umstellung der ersten ETFs konnte die Deutsche AWM nach eigenem Bekunden mehr als zehn Milliarden Euro an neuen Geldern einsammeln. Davon entfallen mehr als fünf Milliarden Euro auf die letzten sechs Monate. Ihren ETF-Marktanteil in Europa gibt die Deutsche AWM nun mit 12,4 Prozent an. Das entspricht einer Steigerungsrate von 0,5 Prozent und Rang zwei hinter Wettbewerber Blackrock.

“Die Investoren begrüßen, dass sie jetzt bei vielen physischen ETFs zwischen mindestens zwei global agierenden Anbietern auswählen können. Das kann die bisherige Anbieter-Konzentration im Portfolio reduzieren“, sagt Simon Klein, Vertriebsleiter Passive Investments EMEA und Asien bei der Deutschen AWM. Um zeitgleich die Kundenbetreuung und den -service in Europa und Asien weiter zu verbessern, hätten seit 2014 neun weitere Vertriebsmitarbeiter das ETF-Team verstärkt.

Neben der Replikationsumstellung hatte die Deutsche AWM 2014 auch weitere Maßnahmen zur Absatzsteigerung der eigenen ETFs initiiert. Dazu gehört der Start der sogenannte Core-ETF-Palette. Das sind preisgünstige ETFs auf wichtige Indizes wie beispielsweise den Dax oder den Eurostoxx50. Die Core-Palette umfasst Aktien-ETFs auf acht verschiedene Indizes aus Europa, den USA, Japan sowie einen weltweiten Index. Die jährlichen Pauschalgebühren der Core-ETFs liegen jeweils zwischen 0,07 und 0,20 Prozent.

Bankaktien sollen Chancen bieten

Die großen Investmentchancen vermutet Asset Manager Source allerdings woanders. Der Londoner ETF-Anbieter hält Aktien von Banken in den USA und Europa für besonders aussichtsreich: “Diese bieten Investoren auf dem mittlerweile erreichten Niveau attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Europäische Banken und US-Institute dürften zu den größten Nutznießern steigender Zinsen und anziehender Immobilienmärkte zählen“, sagt Paul Jackson, Head of Multi-Asset Research bei Source.

Viele Institute in beiden Regionen verzeichneten demnach während des zweiten Quartals des laufenden Geschäftsjahres gegenüber ihren jeweiligen Gesamtmarkt eine überdurchschnittlich gute Entwicklung. Darüber hinaus profitieren speziell die europäischen Institute vom Wirtschaftsaufschwung in der Eurozone.

Nach Analysen der Source-Experten tendiert die Entwicklung von Banken in der Eurozone dazu, sich am Volumen der Kreditvergabe sowie den Immobilienpreisen zu orientieren. Beide volkswirtschaftliche Größen hatten sich bereits zum Jahresende 2014 ins Positive entwickelt. Mittlerweile sind Source zufolge bei vielen Banken auch steigende Eigenkapitalrenditen zu beobachten, wenn auch von einem niedrigen Niveau aus: Sie betragen 3,4 Prozent in Europa und acht Prozent in den USA, während sich das Kurs-Buchwert-Verhältnis der Institute in beiden Regionen mit einem Wert von etwa eins nach den Tiefpunkten in den Jahren 2009 und 2012 wieder normalisiert hat.

“Wir bleiben daher dem Finanzsektor auf beiden Seiten des Atlantiks treu und stufen auch sämtliche Subsektoren einschließlich Banken, Finanzdienstleistungen, Versicherungen und Immobilien mit ‘übergewichten’ ein. Unserer Ansicht nach sind Banken im historischen Vergleich günstig bewertet, wobei das Gegenargument, dass sie sich über zehn Jahre hinweg in einer Blase bewegt haben, sicherlich nicht von der Hand zu weisen ist“, so Jackson.

Weitere Beiträge zum Thema Indexfonds finden Sie im Folgenden:

Lyxor stellt Japan-ETF-Duo um

US-Value-ETF von Ossiam

Deutsche AWM bringt ETF mit China-Bonds

SSGA: Neun US-Sektoren-ETFs auf einen Streich

(mr)

 

 

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

Neue Arzneimittel teuer mit wenig Innovationskraft

Die Preise für neue Arzneimittel steigen nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) sprunghaft, während ihre Innovationskraft den Erwartungen nicht gerecht wird. Das geht aus dem “Innovationsreport 2017” der TK hervor, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

mehr ...

Immobilien

Fehlendes Bauland treibt Grundstückspreise in Deutschland

Fehlende Grundstücke und fehlendes Baurecht sind nach einer neuen Studie des Bundes die entscheidende Hürde für bezahlbare neue Wohnungen in Deutschlands Großstädten. Vor allem in den Metropolen trage auch Grundstücksspekulation dazu bei, die Preise in die Höhe zu treiben.

mehr ...

Investmentfonds

Bundestagswahl alles andere als ein Non-Event für die Märkte

Nach Meinung des Vermögensverwalters Blackrock setzt die Bundestagswahl den entscheidenden Rahmen, innerhalb dessen zumindest in den nächsten vier Jahren das Wohl und Wehe auch für die Kapitalanlage entschieden wird.

mehr ...

Berater

Nachfolgeplanung: Den richtigen Partner finden

Nachfolgeplanung ist für Makler von existenzieller Bedeutung. Zum einen müssen sie die Betreuung ihrer Kunden und das eigene finanzielle Auskommen im Ruhestand absichern und zum anderen für den Notfall vorsorgen. Hierauf sollten sie sich möglichst frühzeitig vorbereiten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Investitionen in Pflegeheime für US-Senioren

Der Asset Manager Deutsche Finance Group aus München investiert in einen institutionellen Zielfonds mit der Fokussierung auf Pflegeeinrichtungen in den USA.

mehr ...

Recht

Erbschaftsteuer: Geerbter Pflichtteilsanspruch muss versteuert werden

Ein vom Erblasser nicht geltend gemachter Pflichtteilsanspruch ist Teil des Nachlasses und muss daher vom Erben versteuert werden. Dabei kommt es nicht darauf an, dass der Pflichtteilsanspruchs durch den Erben geltend gemacht wurde. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden.

mehr ...