ETFs: Worauf Berater bei ihrer Empfehlung achten sollten

Oder sollen die geplanten Investitionen eher langfristig und gewinnorientiert angelegt werden – auch, wenn dann das Risiko entsprechend höher liegt? Zwischen diesen beiden Anlagezielen gibt es natürlich noch verschiedenste Kompromisse. Diese schwanken von der Risikoklasse 1 (sicherheitsorientiert) bis hoch zur Risikoklasse 5 (spekulativ). Die Risikoklasse eines ETF wird in dem dazugehörigen Produktinformationsblatt aufgeführt.

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Berater haben hier ins besonders darauf zu achten, dass der Kunde vor der schlussendlichen Wahl des Kunden die jeweiligen Produktinformationsblätter der empfohlenen ETFs zwecks Einsicht bereits zur Kenntnis genommen hat. Dieser Beratungsvorgang sollte dann auch im späteren Beratungsprotokoll zusätzlich dokumentiert werden.

ETFs gelten als Sondervermögen

Wie bei einem klassischen Investmentfonds handelt es sich bei ETFs um Sondervermögen, die im Falle einer Insolvenz des Anbieters geschützt sind. Zumindest – und darauf sollte ein guter Berater achten – wenn die Aktien des Index auch tatsächlich physisch erworben und nicht über Zertifikate abgebildet werden.

Ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium der Anlageempfehlung sind die Bedingungen, zu denen der Fondsanbieter die enthaltenen Wertpapiere verleihen darf. Die dafür vereinnahmte Gebühr kommt zwar auch dem ETF – und somit dem Anleger – zugute, jedoch oft nur zu einer bestimmten Quote.

ETFs bieten höhere Sicherheit

ETFs bieten gegenüber Einzelinvestments in Aktien zudem eine höhere Sicherheit durch die Streuung in viele unterschiedliche Titel. Letztlich bleibt jedoch auch bei dieser Form der Investition das jeweilige Marktrisiko.

Eine breite Portfolio-Streuung ist dabei die Königsdisziplin eines jeden Depots. Wer hier eine intelligente Diversifikation in Form von Investmentfonds und ETFs vorweisen kann, der ist bezüglich einer möglichen Renditeentwicklung wahrscheinlich erfolgreicher, als der Durchschnittsanleger.

Patrick Greiner ist Experte für Finanzen und Vertrieb sowie Inhaber der Beratungsagentur “The Finance-Guard” in Leverkusen. Für Banken, Versicherungen, Maklerpools und Finanzdienstleister ist er zudem als Redner und Vertriebstrainer aktiv.

Foto: Patrick Greiner, The Finance-Guard

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