Anzeige
4. August 2017, 08:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Absolute-Return-Fonds managen Rekord-Volumen

In den ersten sechs Monaten 2017 stieg das Volumen der in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Absolute Return und alternativen UCITS-konformen Fonds um 13 Prozent auf einen neuen Höchststand von knapp 228 Milliarden Euro an.  Dies ergab die halbjährlich von Lupus alpha durchgeführte Absolute Return-Studie auf Basis der Daten des Fondsanalysehauses Thomson Reuters Lipper.

Absolute-return-lochmueller in Absolute-Return-Fonds managen Rekord-Volumen

Ralf Lochmüller, Lupus alpha: “Es kommt nicht nur auf die Auswahl der geeigneten Strategie, sondern auch auf die Auswahl des einzelnen Managers an.”

Besonders gefragt waren hedgefonds-ähnliche Anlagestrategien, von denen sich die Investoren eine Verbesserung der Diversifikation ihrer Portfolios versprechen, wie Credit-Strategien oder auch alternative Multi-Strategie Fonds. Das Fondsuniversum umfasst in Deutschland zum Vertrieb zugelassene Absolute Return- und alternative UCITS-Fonds, auch häufig unter dem Stichwort “Absolute Return” zusammengefasst. Diese Fonds haben sich zum Ziel gesetzt, langfristig positive Renditen zu erwirtschaften, möglichst unabhängig vom Marktumfeld. Die Performance der 656 untersuchten Fonds konnte in den ersten sechs Monaten 2017 mit im Durchschnitt minus 0,58 Prozent aus Anlegersicht nicht überzeugen.

Die Gründe für die kurzfristige Entwicklung sind vielfältig: Währungsdenominierte Strategien wiesen aufgrund der unerwarteten Euro-Stärke negative Ergebnisse auf. Dies betraf sowohl Absolute Return-Fonds wie auch Long-/Short Aktien-Strategien, die außerhalb des Euro-Raums anlegen. Aber auch Managed Futures und Global Macro-Fonds taten sich in einem Umfeld stärkerer Währungsschwankungen und volatiler Anleiherenditen schwer.

Langfristig erfolgreich

Um zu beurteilen, ob eine Anlagestrategie ihr Leistungsversprechen einhält, ist die Betrachtung über einen ganzen Investitionszyklus hinweg sinnvoll. Im Langfristvergleich über fünf Jahre konnten die unterschiedlichen Absolute Return-Konzepte ihr Produktversprechen einlösen. So erzielten 87 Prozent aller untersuchten Fonds in diesem Zeitraum eine absolut positive Rendite bei einer durchschnittlichen Wertentwicklung von drei Prozent pro Jahr. Damit übertrafen sie die Wertentwicklung liquider Hedgefonds (gemessen am HFRX Index), die bei 1,91 Prozent lag.

Auswahl des Managers entscheidend

Im Durchschnitt erwirtschaftete jede der untersuchten Absolute Return-und Alternatives-Strategien auf Fünfjahressicht positive Erträge. Je nach Strategie variierte die erzielte Performance. Gravierender sind jedoch die Unterschiede innerhalb der einzelnen Strategiesegmente. Während die schwächeren Fonds – insbesondere in den dynamischeren Absolute Return-Strategien oder auch Managed Futures – deutlich negativ rentierten, erzielten die besten Manager zweistellige Jahresrenditen. “Dies zeigt, dass nicht nur die Auswahl der geeigneten Strategie, sondern vor allem die Auswahl des einzelnen Fonds beziehungsweise Managers entscheidend ist”, betont Ralf Lochmüller, Gründungspartner und Sprecher von Lupus alpha.

Trend zu hedgefonds-ähnlichen Strategien

Innerhalb des untersuchten Fondsuniversums hat sich der Trend hin zu spezialisierten, hedgefonds-ähnlichen Strategien weiter verfestigt. Derzeit entfällt gut die Hälfte der gesamten Assets in Höhe von 228 Milliarden Euro auf traditionelle Absolute Return-Ansätze. Zum Vergleich: Vor drei Jahren hatten die Absolut Return-Kategorien einen Anteil von fast 66 Prozent der Assets.

Multi-Asset-Strategien wachsen weniger stark

Die Tendenz zu spezialisierten Strategien spiegelt sich auch in den Zuflüssen im ersten Halbjahr 2017 wider: Der Anteil klassischer Absolute Return-Fonds, die oft Multi-Asset-Strategien mit dynamischer Asset Allocation verfolgen, wächst weniger stark als die Fonds, die hedgefonds-ähnliche Ansätze verfolgen. Im Fokus standen Strategie, von denen sich Investoren eine Verbesserung der Diversifikation ihrer Portfolios erwarten, also Anlagen, die möglichst gering mit traditionellen Asset Klassen wie Aktien und Renten korrelieren. Credit-Strategien erhalten das Gros der Nettomittelzuflüsse, auch alternative Multi-Strategiefonds, Global Macro und marktneutrale Aktienanlagen profitierten. Absolute Return-Konzepte und Long-/Short-Strategien mit Long Bias, d. h. mit einer Netto-“Long”-Position verzeichneten dagegen Mittelabflüsse. (fm)

Foto: Lupus alpha

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Spahn kündigt weitere Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge an

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine weitere Anhebung der Beiträge zur Pflegeversicherung angekündigt. “Ich kann ihnen jetzt schon sagen: Wir werden in den nächsten Jahren die Beiträge nochmals erhöhen müssen”, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung “Maischberger”.

mehr ...

Immobilien

Umbauten am Haus: Anpassung der Police nicht vergessen

Wer am eigenen Heim Umbauten vornimmt, sollte an die Konsequenzen für die Wohngebäudeversicherung denken. Ansonsten könnte es im Schadensfall böse Überraschungen geben. Die Gothaer gibt Tipps, worauf Immobilieneigentümer achten sollten.

mehr ...

Investmentfonds

Wer die Finanzmärkte verstehen will, muss politisch denken

In den Print- und TV-Medien wird dramatisch mit viel Blut, Schweiß und Tränen gearbeitet. Man weiß natürlich, dass sich schlechte Nachrichten immer besser als gute verkaufen. Sie sorgen für Klicks und Quoten und locken Werbepartner an wie Licht die Mücken. Theoretisch bieten auch Kriegsangst, Zollangst und Zinsangst beste Drehbücher für den Zusammenbruch an den Finanzmärkten. Tatsächlich werden sie von nach Aufmerksamkeit heischenden Dramaturgen liebend gern benutzt. Aber sind sie in der Praxis wirklich untergangstauglich? Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Qualitypool bietet zwei neue Apps an

Der Maklerpool Qualitypool startet kostenlose Apps für seine Vertriebspartner und deren Endkunden. Die App “hQ – Das Partnercockpit” soll Vertriebspartner mit neuen Features unterstützen, Kunden erhalten die dazugehörige App “FinUp”, um ihre bestehenden Verträge und passende Angebote jederzeit einsehen zu können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia gibt weiteren Publikumsfonds in den Vertrieb

Die Patrizia GrundInvest hat den Vertrieb ihres siebten Publikumsfonds gestartet. Er investiert in einer deutschen Tourismusregion. Zudem kündigt das Unternehmen vier weitere alternative Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger noch für dieses Jahr an.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...