Hans-Werner Sinn: „Protektionismus größtes Risiko für Deutschland“

Der renommierte Ökonom Hans-Werner Sinn sieht eine Abkehr vom Freihandel als „größtes Risiko für die deutsche Volkswirtschaft“. Außerdem sprach er im Interview mit dem Online-Debattenmagazin „The European“ über die Folgen des Brexit und Anlagestrategien.

Hans-Werner Sinn, Ifo Institut
Hans-Werner Sinn nennt eine Abkehr vom Freihandel das „größte Risiko für die deutsche Volkswirtschaft“.

Nach Ansicht von Sinn muss die Europäische Union (EU) völlig neu aufgestellt werden.

Brexit kommt Ausstieg von „20 der kleinsten EU-Länder gleich“

Das Vereinigte Königreich habe mit seinem Ausstiegsvotum aufgezeigt, was in der EU alles schief laufe. Kontinentaleuropa müsse nun „inhaltlich auf die Briten eingehen“. Dies sei auch insofern wichtig, da der Abschied Großbritanniens aus der EU auf seine Wirtschaftskraft bezogen einem Ausstieg von „20 der kleinsten EU-Länder gleichkommt“. Deshalb könne bei einer Neuverhandlung der EU-Verträge kein Stein auf dem anderen belassen werden.

In Anbetracht der aktuellen Gemengelage gibt sich der Ökonom ratlos, als er Anlagestrategien für langfristig orientierte Anleger darlegen soll.

Egal ob Immobilien, Aktien oder traditionelle Werte wie Gold oder andere Rohstoffe – Sinn zufolge ist „leider alles ausgereizt“.

Geld sammelt sich in Deutschland

Ein großer Anteil des im Rahmen der Niedrigzinspolitik von der Europäischen Zentralbank in Umlauf gebrachten Geldes akkumuliere sich in Deutschland und führe zu „überhöhten Immobilien- und Aktienpreisen“. Dies gelte auch für den Goldpreis.

Seite zwei: „Größtes Risiko für die deutsche Volkswirtschaft

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