Robo Advisor: Ein Leitfaden für Laien

Robo Advisor können als unabhängige Instanz die Anlageentscheidung der Investoren erleichtern und bieten ihre Dienste zudem meist kostengünstig an. Experte Niklas Vogt vom Portal robo-advisor.de gibt einen Marktüberblick und erörtert Vor- und Nachteile.

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Wenn Robo Advisor dazu führen, dass Kunden ihr Geld statt auf dem Sparbuch an der Börse anlegen, sind sie ihr Geld auf jeden Fall wert.

Dem normalen Kleinanleger, der in ETFs investieren möchte, wird die Entscheidung nicht leicht gemacht.

Mit oder ohne Hedging (Wechselkurs-Absicherung)? Wie hoch ist die Total Expense Ratio (TER)? Verbraucherfreundlich aufbereitet sind die Informationen gerade für Einsteiger häufig nicht. Nur, wer sich für das Thema interessiert und einliest, findet die besten ETFs für sein persönliches Portfolio.

Unabhängige Instanzen fehlen

Was kompliziert klingt, ist tatsächlich aber gar nicht so schwierig. Es fehlt im Markt nur an unabhängigen Instanzen, die Anlegern genau erklären, was sie kaufen müssen – denn bei der Geldanlage gilt, dass die meisten Anleger ähnliche Bedürfnisse haben.

Je nach persönlicher Lebenssituation mag sich die Risikoneigung unterscheiden. Doch diese Risikoneigung wird durch eine unterschiedliche Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen abgedeckt. Besonders kompliziert ist das nicht.

Es bleiben dennoch Hürden: der Anleger muss ein Online-Depot eröffnen und abschreckende Risikofragen beantworten, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Er muss selbständig Wertpapierkennnummern und die riskante Transaktion vornehmen – in ständiger Angst, teure Fehler zu begehen.

Robo Advisor nehmen Kunden an die Hand

Robo Advisor nehmen den Kunden bei diesen Prozessen an die Hand und berechnen dafür eine Gebühr. Dafür, dass Robo Advisor die Geldanlage über eine meist sehr ansprechend gestaltete Website verwalten und die Auswahl der Exchange Traded Funds vornehmen, berechnen sie eine Gebühr. Je nach Anbieter liegt sie in einer Spanne zwischen 0,2 und 0,75 Prozent pro Jahr zusätzlich zu den ETF-Gebühren.

Zieht man die darin inkludierten Transaktionsgebühren ab, die Anleger bei einem eigenen Depot sonst mit jedem An- und Verkauf einer Position bezahlen müssen, landet man bei einer Durchschnittsanlage von 20.000 Euro bei durchschnittlich 0,5 Prozent effektiven Gebühren.

Viel Geld, das sich meist direkt auf die Rendite – die jährlich im Schnitt zwischen fünf und sieben Prozent liegen soll – auswirkt.

Seite zwei: Börse statt Sparbuch

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