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28. September 2017, 12:27
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Schwellenländeranleihen: Weshalb der Kauf lohnt

Anleiheinvestoren sollten Schwellenländer nicht außer Acht lassen. Auch von der Ankündigung der US-Notenbank, die Zinsen zu erhöhen, werde der Ertrag nur wenig beeinträchtigt. Besonders gute Renditechancen können schlecht bewertete Außenseiter bieten.

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Blick auf die Skyline von Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens. Die Wirtschaft des Landes entwickelt sich stabil.

Schwellenländeranleihen sind in den vergangenen drei Quartalen bereits gut gelaufen und auch die Aussichten für das vierte Quartal sind positiv. Davon geht Robert Reichle aus, der den Berenberg Emerging Markets Bond Selection Fonds managt. Auch von der Entwicklung der US-Zinsen würde nur mäßige Gefahr ausgehen, denn die Fundamentaldaten der Schwellenländer seien positiv, besonders in Indonesien, der Dominikanischen Republik, Ghana und Ägypten.

Risikoaufschläge sinken weiter

Staatsanleihen aus den Emerging Markets in Hartwährung hätten in diesem Jahr einen Gesamtertrag von acht Prozent erzielt. “Die Risikoaufschläge gegenüber US-Staatsanleihen haben sich zwar schon um etwa 45 Basispunkte eingeengt, wir sehen aber durchaus Potenzial für ein weiteres Absinken um etwa 20 bis 25 Basispunkte bis zum Jahresende”, sagt Reichle.

Hierfür spreche sowohl die Stärke der US-Wirtschaft, die den Handel mit den Emerging Markets befeuern dürfte, als auch die Lage in den meisten aufstrebenden Ländern.

Dennoch sei der Ertrag begrenzt, da den sinkenden Risikoaufschlägen steigende Renditen von US-Staatsanleihen entgegenwirken könnten, die die Gesamtrendite von in US-Dollar notierenden Schwellenländeranleihen direkt beeinflussen. Reichle rechnet mit durchschnittlichen Erträgen für Anleihen, die in Hartwährungen notiert sind, zwischen 1,5 bis zwei Prozent.

Geringe Reaktion auf Ankündigung der Fed

Die US-Notenbank Fed hat auf ihrer jüngsten Sitzung im September trotz des niedrigen Inflationsniveaus wie erwartet verkündet, ihre Bilanz zu schrumpfen, und einen weiteren Zinsschritt für Dezember angedeutet.

“Der Markt dürfte diese mögliche Erhöhung jetzt einpreisen. Dies wird sich jedoch wohl vor allem in den Renditen für kurzfristige US-Anleihen niederschlagen und somit wenig Auswirkung auf Emerging-Markets-Anleihen haben. Diese haben auch auf die Fed-Sitzung nur geringfügig reagiert”, sagt Reichle. Die enormen Kapitalzuflüsse der vergangenen Monate würden ebenfalls nicht plötzlich abbrechen.

Seite zwei: Diese Schwellenländer überzeugen mit positiven Fundamentaldaten

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