Die drei Fehler der ETF-Anlage

So warnt Morningstar beispielsweise vor dem Euro Stoxx Telecom 30-15: „Dieser Sektor-Index für Telekomwerte zählt zu den am wenigsten diversifizierten Aktienindizes in Europa. Er ist mit nur zwölf Titeln extrem konzentriert. Die Deutsche Telekom macht sage und schreibe knapp 30 Prozent des Indexgewichts aus“, sagt Ali Masarwah, Chefredakteur für die deutschsprachigen Seiten von Morningstar.

Weitere Fehler

Aufpassen müssen Investoren laut Masarwah auch bei Schwellenländern-Indizes, ob diese aufgrund der flacheren Märkte genügend diversifiziert sind. Umfassen die Indizes mehrere Länder sollten Investoren prüfen, ob ein bestimmtes Land stark übergewichtet ist. Die genauen Ergebnisse der Morningstar-Analyse und welche Alternativen es zu den genannten Indizes gibt, sind über die Morningstar-Website verfügbar.

Investieren Anleger in mehrere Indizes könnten sie das gegenteilige Problem haben: Überdiversifikation. Je besser ein Portfolio bereits diversifiziert ist, desto weniger Nutzen bringt ein zusätzliches Asset. Ab einer gewissen Anzahl von einzelnen Titeln oder auch Fonds übersteigen die Kosten den positiven Effekt zusätzlicher Streuung.

Wie bei allen Anlageprodukten gilt auch bei ETFs, dass Anleger, ihr gesamtes Portfolio betrachten müssen. Es ist wichtig, dass dieses über verschiedene Regionen, Sektoren und Anlageklassen gestreut ist und Klumpenrisiken vermieden werden. Zusätzlich kann es passieren, dass Werte wie Apple oder Alphabet im Gesamtportfolio übergewichtet sind, da sie sich in verschiedenen Indizes wiederfinden. (kl)

Foto: Shutterstock

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