16. Januar 2018, 08:14
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Neue Normalität an den Aktienmärkten?

Wird sich die Hochstimmung an den Aktienbörsen in 2018 fortsetzen? Können Aktienkurse weiter von negativen Realzinsen, hohen Unternehmensgewinne und zu geringen Aktienquoten der Anleger profitieren? Ein Ausblick auf die verschiedenen Anlagethemen und Regionen: Gastbeitrag von Ufuk Boydak, Loys AG.

Boydak LOYS-Kopie in Neue Normalität an den Aktienmärkten?

Ufuk Boydak: “Auffällig ist die Gelassenheit, mit der die Aktienmärkte über politische Probleme hinweggehen.”

Auskömmliche Zinsen gibt es nicht mehr und unter den liquiden Anlageformen sind nur Aktien attraktiv. Allerdings kommt diese neue Lage um den Preis erhöhter Bewertungen zustande. Unternehmen, die mit dem zehnfachen ihres Umsatzes bewertet werden, sind keine Seltenheit mehr. Vor allem der Technologiesektor sieht teuer aus. Auffällig ist die Gelassenheit, mit der die Aktienmärkte über politische Probleme hinweggehen.

Die Herausforderung für das Fondsmanagement liegt im Jahr 2018 darin, trotz einer neuen Normalität Aktien zu finden, die man guten Gewissens aufgrund ihrer Qualität und ihrer Bewertung für attraktiv halten kann.

Im Einzelnen sehen wir die Anlageregionen wie folgt:

Hochkonjunktur in Deutschland

In Deutschland herrscht Hochkonjunktur. Das Wirtschaftswachstum stößt an das Potenzialwachstum und die Arbeitsmärkte melden Vollbeschäftigung. Der Konsum brummt ebenso wie die Bauaktivitäten. Zugleich war die gemessene Inflation mit 1,8 Prozent im Jahr 2017 moderat.

Die deutsche Wirtschaft profitiert derweil von einer Erholung der europäischen Nachbarländer, allen voran Frankreich. Ungemach droht von der politischen Front, denn es verdichten sich die Anzeichen, dass die Kanzlerschaft Angela Merkels umstrittener denn je ist.

Europa: Überraschung des Jahres 2017

Die große Überraschung des Jahres 2017 war Europa. Besonders Frankreich hat mit der unerwarteten Wahl von Emmanuel Macron als Präsident ein Zeichen wirtschaftlicher Vernunft gesendet. Im Ganzen befindet sich die Wirtschaft der Eurozone in einem Erholungsprozess. Unterstützt durch negative Zinsen seitens der Europäischen Zentralbank münden selbst die Krisenstaaten langsam auf einen Wachstumspfad ein.

Nirgendwo lässt sich das gestiegene Vertrauen besser ablesen als am aufgewerteten Euro. Mit Spannung blickt Europa demnächst auf Italien, wo Parlamentswahlen stattfinden werden. Sollte Italien einen Reformweg wie zuletzt Frankreich einschlagen, dann ist mit einem deutlichen Impuls für die Eurozone zu rechnen.

Seite zwei: Noch mehr Chaos in den USA?

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