28. März 2018, 13:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schwellenländer haben Lackmustest bestanden

Die Schwellenländer haben es geschafft, den Teufelskreis der immer höheren Verschuldung durch die Abhängigkeit vom US-Dollar zu brechen. Woran man das erkennt und wie sie es geschafft haben erklärt Naomi Waistell, Fondsmanagerin bei Newton.

BNY-Mellon-IM-Naomi-Waistell-Kopie in Schwellenländer haben Lackmustest bestanden

Naomi Waistell: “Die wichtigste Veränderung aus unserer Sicht war, dass viele Schwellenländer ihre Währung nicht mehr an den Dollar binden.”

“Die Korrelation zwischen Schwellenländern und den etablierten Finanzmärkten wie USA, Japan oder Europa ist heute viel geringer als noch vor einigen Jahren – auch wenn viele Anleger diese Veränderung noch nicht wahrnehmen. Es ist nicht mehr so, dass die USA niesen und der Rest der Welt sich erkältet”, sagt Naomi Waistell, Fondsmanagerin im Aktien-Team für Schwellenländer und Asienfonds bei Newton – Teil von BNY Mellon Investment Management.

Der Kurseinbruch an den internationalen Finanzmärkten sei ein Lackmustest für Schwellenländer gewesen, diesen hätten sie bestanden. Seit dem Taper Tantrum, das 2013 eine Schockwelle an den globalen Finanzmärkten auslöste und insbesondere in den Schwellenländern Kurseinbrüche verursachte, hätten sie sich besser gegen externe Einflüsse abgesichert.

Teufelskreis durchbrochen

“Die wichtigste Veränderung aus unserer Sicht war, dass viele Schwellenländer ihre Währung nicht mehr an den Dollar binden. Aber auch eine geringere Auslandsverschuldung, niedrigere Inflation, ein geringeres Leistungsbilanzdefizit und Währungsanpassungen spielen eine Rolle”, sagt Waistell.

Zuvor hätte höhere Volatilität regelmäßig zu einem Teufelskreis geführt. Schwellenländer hätten ihre eigenen Währungen durch Fremdwährungsreserven gestützt, um die US-Dollar-Bindung zu erhalten. Dadurch sei die Landeswährung abgewertet worden, wodurch die Schuldenlast der Länder zugenommen habe, da sie meist in US-Dollar verschuldet waren.

Die Aufnahme von neuem Geld, um bestehende Schulden zu bedienen habe zu Inflationsspiralen oder Schuldenausfall geführt. “Viele Schwellenländer haben diesen Teufelskreislauf durchbrochen. Sie binden ihre Währung nicht mehr an den US-Dollar und geben Anleihen in Lokalwährung heraus”, so Waistell.

“Wir sind sehr optimistisch”

“Wir sind also sehr optimistisch, was die Entwicklung der Schwellenländer anbelangt, auch wenn man natürlich jedes Land, jeden Sektor und jede Aktie individuell analysieren muss. Wir sehen zurzeit die besten Anlagechancen im Gesundheitswesen, im E-Commerce und bei Elektrofahrzeugen. Es lohnt für Anleger, Schwellenländer unvoreingenommen neu in Betracht zu ziehen.”

Foto: BNY Mellon

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...