22. März 2018, 07:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Unternehmen verstärken ESG-Richtlinien

Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung werden wichtiger und von immer mehr Vorständen beachtet. Fidelity hat untersucht, welche Branchen und Regionen besonders vorbildlich sind und die Ergebnisse im Rahmen der Fidelity Analystenumfrage veröffentlicht.

Energie-umwelt-sparschwein-gruen-shutterstock 772691674 in Unternehmen verstärken ESG-Richtlinien

Nachhaltigkeit ist im vergangenen Jahr besonders in der Energiebranche wichtiger geworden.

Die Themen Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung, kurz ESG (Environment, Social, Governance), haben es in die Vorstandsetagen geschafft. 30 Prozent der Fidelity-Analysten geben an, dass sich ein Großteil der von ihnen beobachteten Unternehmen verstärkt darum bemüht, ESG-Richtlinien umzusetzen. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 13 Prozent. Das ist ein Ergebnis der diesjährigen Analystenumfrage von Fidelity International.

Japan auf Platz eins

Die deutlichsten Veränderungen seien in Japan zu beobachten, wo 80 Prozent der Analysten angeben, dass ESG-Kriterien einen höheren Stellenwert in den Unternehmen genießen (2017: 60 Prozent). Auch im asiatisch-pazifischen Raum ohne Japan sowie in Europa und den USA gebe es Fortschritte. China, die EMEA-Region und Lateinamerika würden jedoch hinterherhinken.

ESG-regionen in Unternehmen verstärken ESG-Richtlinien

“Im asiatischen Raum geht Japan mit gutem Beispiel voran. Die positiven Einschätzungen unserer Analysten zeigen, dass die von Premierminister Abe angestoßene Reform der Unternehmensführung erste Früchte trägt”, sagt Martin Dropkin, Leiter des Anleihe-Research bei Fidelity International.

Größte Herausforderung Umweltschutz

In den einzelnen Industriezweigen habe sich besonders die Energie-, Finanz- und Gesundheitsbranche gewandelt. 79 Prozent der Analysten geben an, dass ESG-Kriterien in der Energiebranche wichtiger werden (2017: 38 Prozent). In der Finanzbranche sei der Wert von 19 auf 59 Prozent gestiegen, im Gesundheitssektor von 17 auf 58 Prozent.

ESG-Branchen in Unternehmen verstärken ESG-Richtlinien

Michael Sayers, Leiter des Aktien-Research bei Fidelity International, sagt: “Diese großen Fortschritte in den drei Branchen verwundern nicht. So müssen Energieunternehmen angesichts der aufkommenden Elektromobilität darüber nachdenken, wie sie ihr Geschäftsmodell anpassen können. Finanzdienstleister sind indirekt an einem Großteil der ESG-Aktivitäten beteiligt und finanzieren entsprechende Projekte. Die Gesundheitsbranche wiederum führt strengere Compliance-Vorgaben ein, um Bestechungs- und Korruptionsvorwürfen entgegenzutreten.”

Nach Einschätzung der Fidelity-Analysten sind Umweltschutzthemen mit 25 Prozent die größte Herausforderung für Unternehmen in Bezug auf ESG. In China sind es sogar 34 Prozent. Weitere Schwerpunkte sind der Kampf gegen Bestechung und Korruption (19 Prozent) sowie Cybersicherheit, Daten-und Arbeitsschutz mit jeweils 16 Prozent.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Überlastet und ausgebrannt

Hoher Zeitdruck und zunehmende Arbeitsverdichtung, aber auch zu viel Arbeit für die eigentlich vereinbarte Arbeitszeit sind Faktoren, die bei vielen Beschäftigten hierzulande zu Überlastung führen. Das zeigt der aktuelle DGB-Report „Arbeiten am Limit“.

mehr ...

Immobilien

Tipps für Mieter: Betriebskostenabrechnung ohne böse Überraschungen

Zu hoher Warmwasserverbrauch, einmalige Reparaturen oder ein falscher Umlageschlüssel: Die jährliche Betriebskostenabrechnung sorgt bei Mietern und Vermietern immer wieder für Streit und Diskussionen. Dabei muss nicht immer ein zu hoher Wasser- und Heizungsverbrauch des Mieters die Ursache für eine falsche Betriebskostenabrechnung sein. Nicht selten sind Kosten aufgelistet, die gar nicht umlagefähig sind. Worauf Mieter daher achten sollten, erklären die Experten des Full-Service Immobiliendienstleiters McMakler.

mehr ...

Investmentfonds

Erster regulierter Handelsplatz für digitale Assets

Nach dem Start des Handels für ausgewählte Nutzer im September steht die Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX) nun allen Interessierten in Deutschland offen. An Deutschlands erstem regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte können die Nutzer aktuell Bitcoin gegen Euro handeln, weitere digitale Assets sollen hinzukommen.

mehr ...

Berater

Schweizer Verwahrer für “Kryptowerte” will nach Deutschland

Die Crypto Storage AG aus Zürich will eine eigene Präsenz in Deutschland aufbauen und kündigt an, eine Lizenz als “Kryptowerteverwahrer” für digitale Werte wie Bitcoin beantragen zu wollen. Hintergrund sind die neuen gesetzlichen Regelungen in Deutschland ab 2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia kauft Healthcare-Immobilie in Hamburg

Das Immobilienunternehmen Patrizia AG hat für seinen Fonds Pflege Invest Deutschland I eine gemischt genutzte Immobilie mit Schwerpunkt auf sozialer und medizinischer Versorgung in Hamburg erworben.

mehr ...

Recht

Neues Urteil: Vorsicht bei “Service Calls”

“Service Calls“ eines Versicherungsmaklers können unzulässige Werbung sein. Auf ein entsprechendes Urteil des OLG Düsseldorf vom 19. September 2019 (Az.: 15 U 37/19) hat nun die Rechtsanwaltskanzlei Wirth hingewiesen.

mehr ...