16. April 2018, 08:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Diese asiatischen Länder wachsen weiter

Gegen das Wachstum der asiatischen Schwellenländer sprechen die volatilere globale Konjunktur und die Gefahr eines Handelskriegs, ausgelöst durch Trumps Strafzölle. Dennoch stehen die Chancen in den folgenden Ländern gut. Gastbeitrag von Alejandro Arevalo, Jupiter Asset Management

Jupiter AM Alejandro Arevalo-Kopie in Diese asiatischen Länder wachsen weiter

Alejandro Arevalo:”Aus unserer Sicht gibt es verschiedene Gründe davon überzeugt zu sein, dass die Region wirtschaftlich stark und widerstandsfähig bleibt.”

Eine robuste Industrieproduktion, steigender Binnenkonsum, Infrastrukturausgaben und eine expansive Geldpolitik: All dies sind Faktoren, die das Wachstum der asiatischen Schwellenländer 2018 weiter vorantreiben werden. Vor dem Hintergrund grundsätzlich positiver Prognosen bevorzugen wir derzeit China, Indien und Indonesien.

Es sind vor allem diese drei Länder, die 2018 und darüber hinaus am stärksten zur fortdauernden Dynamik beitragen dürften. Anleger sollten allerdings bedenken, dass ein Zoll-Streit zwischen den USA und China, die gestiegene Verschuldung des Privatsektors und der zunehmende Protektionismus den positiven Trend untergraben könnten.

Positive Wachstumsaussichten für Asien

Es besteht Einigkeit darüber, dass die Wachstumsaussichten für die asiatischen Schwellenländer positiv sind und dies wohl auch in den kommenden Jahren dank unerwartet hoher Zuwächse in China, Korea und den ASEAN-Ländern so bleiben wird.

Institutionen wie der Internationale Währungsfonds und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben ihre Prognosen sogar weiter nach oben korrigiert (plus ein Prozent). Sie gehen mittlerweile übereinstimmend davon aus, dass die Region von 2018 bis 2022 mit einer stabilen jährlichen Rate von 6,3 bis 6,5 Prozent wachsen wird.

Aus unserer Sicht gibt es verschiedene Gründe davon überzeugt zu sein, dass die Region wirtschaftlich stark und widerstandsfähig bleibt. Erstens hat die Industrieproduktion zuletzt deutlich zugelegt und wurde dabei von einer stärkeren internen sowie externen Nachfrage begleitet.

Schulden gefährden Wachstum

Zweitens kommt Südostasien gerade in den Genuss hoher privater Binnenausgaben und eines Infrastrukturausbaus. Drittens dürfte die Wirtschaftsleistung in Indien wieder anziehen. In vielen Ländern der Region betreiben die Notenbanken zudem dank milder Inflationsbedingungen eine unverändert expansive Geldpolitik, auch wenn jüngsten Daten zufolge die steigenden Nahrungsmittelpreise erste Auswirkungen zeigen.

Gefährdet sehen wir die regionale Wachstumsstory vor allem durch eine steigende Verschuldung im Privatsektor, die derzeitigen weltweiten Bestrebungen Handelsbarrieren zu errichten anstatt sie abzubauen, regionale ins Stocken geratene Handelsabkommen sowie den Trend zu steigenden Zinsen in einigen der wichtigsten Industrieländer der Welt.

Ein weiterer Grund zur Sorge sind die höheren Ölpreise. In der Vergangenheit wirkten sich diese stets negativ auf die Staatsfinanzen einiger asiatischer Länder aus, die aus politischen Gründen nicht in der Lage waren, Preiserhöhungen weiterzugeben.

Seite zwei: Warum Chinas Wachstum abnimmt

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Carsten Maschmeyer: „Wir wollen, dass der Siegeszug dieser digitalen Erfolgsgeschichte weitergeht“

Der Unternehmer und Ex-AWD-Vorstandsvorsitzender Carsten Maschmeyer ist mit der von ihm gegründeten Venture-Capital-Firma Alstin Capital bei Neodigital eingestiegen. Mit ihm als Partner will sich der digitale Sachversicherer und Dienstleister deutlich breiter aufstellen. Cash.-Redakteur Jörg Droste traf Carsten Maschmeyer und Neodigitalvorstand Stephen Voss und sprach mit ihnen über den Einstieg, ihre Pläne und die Folgen der Coronapandemie für die digitale Transformation und deutschen Versicherungsmarkt.  

mehr ...

Immobilien

Erneuerbare-Energien-Investments statt Immobilien

Die Rendite-Risiko-Schere zwischen Investments in Erneuerbare Energien und Immobilien öffnet sich. „Beide Anlageklassen sind vor allem für institutionelle Investoren eine Alternative zueinander“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group. „Während beide ungefähr die gleiche Rendite erwarten lassen, steigt das Risiko bei Immobilien derzeit steil an.“

mehr ...

Investmentfonds

Die Halver-Kolumne: US-Wahl – So viel mehr als nur eine normale Wahl

Der politische Höhepunkt 2020 steht kurz bevor und die Börsen sind nervös. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der US-Präsidentschaftskandidaten kann man getrost von einer Richtungswahl sprechen. Besonders spannend sind die Fragen, ob bzw. wann es einen Sieger gibt, ein knappes Ergebnis überhaupt akzeptiert oder sogar als Wahlbetrug bezeichnet wird. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Alexander Schlichting wird Vorstands-Chef der Project Beteiligungen AG

Der Aufsichtsrat der Project Beteiligungen AG hat Alexander Schlichting (45) mit Wirkung zum 26. Oktober 2020 zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Ottmar Heinen ist “infolge divergierender Ansichten” ausgeschieden. Gleichzeitig verstärkt sich die für den Publikumsvertrieb verantwortliche Project Vermittlungs GmbH mit Christian Grall (34) als weiterem Geschäftsführer.

mehr ...

Sachwertanlagen

Isaria verkauft zwei Wohnanlagen in München an DWS-Spezialfonds

Die Münchner Isaria hat insgesamt 219 Wohnungen für 119,2 Millionen Euro an den Vermögensverwalter DWS für einen institutionellen Spezialfonds veräußert. Das Projekt wird die mittlerweile zur Deutschen Wohnen gehörende Isaria München Projektentwicklungs GmbH im Auftrag der Isaria Wohnbau AG schlüsselfertig erstellen.

mehr ...

Recht

Neue Corona-Maßnahmen: Lockdown 2.0 

Die Bundesländer haben sich einheitlich auf schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verständigt. Die beschlossene Light-Variante des Lockdowns – bekannt aus dem Frühjahr – soll bereits ab kommendem Montag in Kraft treten und zunächst bis Ende des Monats gelten. In zwei Wochen werden die Maßnahmen in einer nächsten Bund-Länder-Runde überprüft und bei Bedarf angepasst. Schulen und Kitas bleiben geöffnet. Die Arag hat die neuen Regeln im zusammengefasst.

mehr ...