Berechtigte Angst vor steigenden Zinsen?

Enttäuschende Unternehmensgewinne, politische Unsicherheit und die Sorge um abnehmendes Wachstum haben die Aktienmärkte geschwächt. Doch das größere Risiko ist die Geldpolitik der Zentralbanken. Ist es Zeit für Anleger, defensiver zu investieren?

Bulle und Bär stehen als Symbole für das Auf (Bulle) und Ab (Bär) der Aktienmärkte.
Bulle und Bär stehen als Symbole für die Auf- (Bulle) und Abwärtsbewegungen (Bär) der Aktienmärkte.

„Die Märkte schwächeln„, sagt Robin Anderson, Senior Global Economist bei Principal Global Investors. Das liege daran, dass Aktionäre Unternehmen bestraft hätten, deren Gewinne enttäuschend ausgefallen sind. Hinzu gekommen sind der Handelsstreit und die allgemeine Sorge, dass sich das globale Wachstum verlangsamen könnte.

„Trotzdem scheinen die steigenden Zinsen und eine Normalisierung der Geldpolitik die Hauptfaktoren für die Volatilität zu sein“, sagt Anderson. Die extrem niedrigen Zinsen hätten die Märkte seit 2009 getrieben und die Multiples gesteigert. Multiples sind die Kaufpreise, die sich aus dem Vielfachen der Unternehmensgewinne errechnen. Dadurch seien die Anleger in riskantere Anlageklassen mit Aussicht auf höhere Renditen gedrängt worden.

Unsicherheit über Geldpolitik

Nun seien die Märkte besorgt, dass die Zentralbanken die Zinsen anheben und es zu weiteren Turbulenzen kommt. Starke Fundamentaldaten in den USA könnten weiteren Druck auf die Fed ausüben. „Dies könnte zusätzlichen Kreditstress verursachen und einige Probleme für High Yields mit niedrigerer Qualität und einige Small Caps bedeuten“, meint Anderson.

Seite zwei: Zeit für die Defensive?

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