5. Dezember 2018, 13:10
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Führt die Geldpolitik zur nächsten Rezession?

Das Verhältnis von kurz- zu langfristigen Zinsen wird schon lange als Frühwarnsystem genutzt. So warnt die Zinskurve auch in diesen Tagen vor einer Rezession. Welche weiteren Indikatoren dafür sprechen und wie Anleger reagieren sollten:

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Investoren sorgen sich davor, dass die Kursstürze im Oktober ein Vorbote für 2019 waren. Die Zinnstrukturkurve ist ein Indiz dafür.

Börsianer und Volkswirte sind in Alarmbereitschaft. Einer der Gründe dafür ist die abflachende Zinsstrukturkurve. “An der Börse wird sie als recht treffsicheres Frühwarnsystem gehandelt, da sie in der Vergangenheit oft mit längerem zeitlichem Vorlauf auf eine Rezession hindeutete”, sagt Dr. Franz Wenzel, Anlagestratege für institutionelle Kunden bei AXA Investment Managers.

Sorge um inverse Zinsstruktur

Die US-Zinsstrukturkurve, die die Differenz zwischen langfristigen Zinsen und dem Zins für kurzfristige Anleihen angibt, hat sich von 260 Basispunkten Anfang 2014 auf aktuell 20 Basispunkte abgeflacht. Bei einer inversen Kurse übersteigen die kurzfristigen die langfristigen Zinsen.

“Die Sorge um eine inverse Zinsstruktur macht umso mehr die Runde auf dem Börsenparkett, seit es quasi sicher ist, dass die US-Notenbank die Geldmarktzinsen von aktuell 2,25 Prozent im Laufe des Jahres 2019 weiter Richtung drei Prozent anheben wird und damit auch die Renditen für zweijährige Anleihen ansteigen werden”, so Wenzel weiter.

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Quelle: www.treasury.gov, 4.12.2018; eigene Darstellung

Die Zinsen für lange Laufzeiten, am “langen Ende der Zinsstrukturkurve” spiegeln die Wachstums- und vielmehr die Inflationserwartung der Marktteilnehmer wider. Die restriktivere Geldpolitik sei eine Folge der hohen Inflationserwartung, die die Notenbank zum Handeln zwingen.

Seite zwei: Weiterer Indikator für eine nahende Rezession

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