7. Juni 2019, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

KfW: Auf Widerstandsfähigkeit der Binnenwirtschaft ist Verlass – noch

Die Wirtschaft in der Eurozone ist im ersten Quartal 2019 dank des kräftigeren privaten Konsums um 0,4 % gewachsen und damit höher ausgefallen als zu Jahresbeginn erwartet.Trotz dieses positiven Impulses zu Jahresbeginn hält KfW Research an der Wachstumsprognose für das laufende Jahr in der Währungsunion fest.

Eurozone in KfW: Auf Widerstandsfähigkeit der Binnenwirtschaft ist Verlass – noch

Demnach wird sich die Dynamik des ersten Quartals nicht fortsetzen. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass sich das Wachstum im laufenden Quartal auf 0,2 % abflacht.

Grund hierfür ist das angespannte internationale Umfeld, das zu einem Stimmungstief in der Industrie führt. Auch die Auslandsnachfrage fällt mager aus, weshalb sich keine Wende zum Besseren abzeichnet.

Binnenwirtschaft ist für Widerstandsfähigkeit der Eurozone wichtig

Daher sieht KfW Research eine hohe Relevanz der Binnenwirtschaft für die Widerstandsfähigkeit der Eurozone. Hinsichtlich des stabilen Beschäftigungszuwachs und einer niedrigen Arbeitslosenquote von 7,6 %, zeichnet sich ein positiver Trend ab. Zudem ist davon auszugehen, dass die EZB die Leitzinsen niedrig halten wird.

Die neue Serie langfristiger Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO III) verfolgt darüber hinaus den Zweck, die Transmission der Geldpolitik und damit die günstige Finanzierungsbedingungen in allen Mitgliedsländern zu sichern. Das stützt die Investitionen.

KfW Research geht von einem Anstieg des realen BIP von 1,1 % in diesem und 1,5 % im kommenden Jahr aus. Voraussetzung hierfür ist allerdings das Abflauen des außenwirtschaftlichen Gegenwinds und die Erholung der Industrie zum Ende dieses Jahres.

“Eine Garantie darauf gibt es aber nicht”

Angesichts der aktuellen Verschärfung des amerikanisch-chinesischen Handelskonflikts und der Androhung neuer Strafzölle gegen Mexiko unterliegt diese Annahme großer Unsicherheit. Dazu kommen die im Zuge des geplanten Rücktritts der britischen Premierministerin gestiegene Gefahr eines harten Brexits und die sich abzeichnenden, erneuten Streitigkeiten um den fiskalpolitischen Kurs Italiens.

“Noch können wir uns auf die Widerstandsfähigkeit der Binnenwirtschaft verlassen. Eine Garantie darauf gibt es aber nicht. Für die europäische Konjunktur sind die nicht enden wollenden politischen Störfeuer ein immenses Risiko. Je länger sich dadurch die Trendwende im Industriesektor verzögert, umso wahrscheinlicher wird eine Beeinträchtigung des Arbeitsmarkts und damit der Gesamtwirtschaft”, sagt KfW-Ökonomin Stephanie Schoenwald.

 

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...