4. April 2019, 10:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Robo Advisors: “Allein der Algorithmus entscheidet”

Die meisten Robo Advisors bauen die Kundenportfolios aus ETFs. Was ist der Vorteil gegenüber einem ETF-Sparplan? Darüber hat Cash. mit Erik Podzuweit, Gründer und Geschäftsführer von Scalable Capital gesprochen.

Robo Advisors: Allein der Algorithmus entscheidet

Die Gründer von Scalable, von links: Florian Pucker, Erik Podzuweit und Prof. Dr. Stefan Mittnik.

Cash.: Sehen Sie sich als Konkurrenz zu Finanzberatern?

Podzuweit: Nein, wir sind ein digitaler Vermögensverwalter und schlagen unseren Kunden daher im Unterschied zu einem Berater nicht nur passende Finanzprodukte vor, sondern nehmen ihnen die Portfolioerstellung und -steuerung komplett ab – basierend auf dem jeweiligen Risikoprofil.

Wir bieten also einer breiten Gruppe von Anlegern Zugang zu einer Form der Geldanlage, die bislang nur wohlhabenden Investoren vorbehalten war.

Die Entscheidung über die Asset-Allokation trifft bei uns allein der Algorithmus – so vermeiden wir die emotional getriebenen Fehleinschätzungen, vor denen nachweislich auch professionelle Investoren nicht gefeit sind.

Es gibt schon verschiedene ETF-Sparpläne am Markt. Warum sollten Kunden lieber einen Robo Advisor nutzen?

Aus zwei Gründen: Kosten und Qualität. Bei uns ist ein Sparplan ab 50 Euro pro Monat in den Fixkosten von 0,75 Prozent per annum bereits enthalten. Bei herkömmlichen ETF-Sparplänen sind die Gebühren meist nicht so leicht zu durchblicken.

Die ausgewiesenen Orderkosten erscheinen auf den ersten Blick zwar oft niedrig. Doch wer zum Beispiel 50 Euro pro Monat investiert und dafür jeweils 1,50 Euro an Sparplangebühren zahlt, der zweigt schon drei Prozent seines Anlagebetrags für Kosten ab.

Zudem fallen oft noch Maklercourtagen und Börsengebühren an. Auch kann der spätere Verkauf der ETFs, also das Entsparen, mehr kosten als der Ankauf. Von den Kosten abgesehen, passen wir das Portfolio regelmäßig an das Risikoprofil des Kunden an.

Dies muss ein Anleger bei herkömmlichen Sparplänen selbst erledigen. Allein die Auswahl der ETFs ist bei über 2.000 verfügbaren ETFs kein leichtes Unterfangen – von der Risikosteuerung ganz zu schweigen.

Seite zwei: Wer nutzt das Angebot?

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Grauer Kapitalmarkt: Anbieter fischen in sozialen Medien

Über Facebook, Instagram & Co. bauen fragwürdige Unternehmen Kontakt zu jungen Interessenten auf und wollen sie für ihre Geldanlagen gewinnen. Die Marktwächter-Experten der Verbraucherzentrale Hessen stellten fest, dass die untersuchten Angebote undurchsichtig sind. Oft scheinen Schneeballsysteme dahinter zu stecken.

mehr ...

Immobilien

Trendbarometer 2019: Es wird nicht so gut bleiben, wie bislang

Der deutscher Gewerbeimmobilienmarkt ist im europäischen Vergleich attraktiv. Stagnierende Margen und die Neugeschäftsentwicklung zeichnen eine leichte Eintrübung. Deshalb rücken nun zunehmend mehr B-Städte in den Fokus. Welchen Einfluss zudem die Digitalisierung besitzt. 

mehr ...

Investmentfonds

Energiewende: Das ist jetzt von Vermögensverwaltern gefordert

Enormer Erfolg grüner Parteien bei den Wahlen zum Europaparlament oder auch die Fridays for Future-Bewegung – das Thema Klimawandel ist in aller Munde. Zugleich mehren sich die Rufe nach stärkeren politischen Maßnahmen. Ein Kommentar von Eva Cairns, ESG Investment Analyst bei Aberdeen Standard Investments.

mehr ...

Berater

Bundesrat billigt neue Regeln für Wertpapierhandel

Ab 21. Juli 2019 gilt europaweit die EU-Prospektverordnung. Sie soll für mehr Anlegerschutz sorgen: durch bessere Informationen bei Angebot und Zulassung im Wertpapierhandel an den Börsen. Die vom Bundestag dazu beschlossenen innerstaatlichen Änderungen hat der Bundesrat am 7. Juni 2019 abschließend gebilligt.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

OLG Celle: Anlagevermittler muss Schadensersatz leisten

Ein Finanzanlagenvermittler ist aufgrund eines Prospektfehlers Schadensersatz pflichtig. Dies urteilt nun das Oberlandesgericht Celle in einem von der Kanzlei Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann geführten Verfahren. Was das Urteil für Andere bedeutet. 

mehr ...