5. Januar 2020, 07:50
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Gold-Hausse: Warum eine Trendumkehr kein Thema ist

2019 war ein gutes Jahr für Edelmetalle, die jeweils zweistellig zulegen konnten. Wie die einzelnen Segmente abgeschnitten haben und wie es weitergeht.

Stabilitas Martin Siegel-Kopie in Gold-Hausse: Warum eine Trendumkehr kein Thema ist

Martin Siegel, Stabilitas, gibt einen Ausblick auf die kommende Entwicklung bei Gold, Silber und Co.

Silber gewann 15 Prozent und lag Ende Dezember 2019 bei 17,86 US-Dollarpro Feinunze. Gold beendete das Jahr 2019 mit 1.517 US-Dollar, was einem Jahresplus von 18,1 Prozent entspricht. Das Jahreshoch von 1.552 US-Dollar wurde im September 2019 erreicht. Obwohl Gold seitdem seitwärts tendiert, ist der langfristige Aufwärtstrend ungebrochen.

„Die ausweglose Situation der Zentralbanken, beziehungsweise ihre daraus abgeleitete Geldpolitik, ist der Grund, warum für Aktien, Immobilien und Gold genug Kapital vorhanden war und ist.“ Niedrigzinsen und Asset-Kaufprogramme sorgten für die entsprechende Liquidität, die investiert werden muss. „Die Faktoren, die 2019 für Gold gesprochen haben, bleiben erhalten. Insofern gibt es keine Anhaltspunkte, dass bei Gold eine Trendumkehr bevorsteht“, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Platin und Palladium erlebten ein starkes Jahr. Platin legte um 21,3 Prozent zu und beendete das Jahr 2019 bei 965 US-Dollar pro Feinunze. Wie auch 2018 geht die Spanne zwischen beiden Metallen weiter auseinander, da Palladium noch mehr anstieg. Dessen Schlusskurs von 1.942 US-Dollar Ende Dezember 2019 entspricht einem Jahresplus von 53,5 Prozent.

„Grundsätzlich wardie Marktenge im Sektor ausschlaggebend für die 2019er Palladium-Hausse. Verstärkend hinzu kamen die wachsende Katalysatorennachfrage, Produktionseinschränkungen in Südafrika und Spekulationen der Terminmärkte. Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis sich die Substitution von Palladium durch das billigere Platin in den Rohstoffpreisen bemerkbar machen wird“, sagt Siegel.

Im Gegensatz zu 2018 war für die Aktien der Minengesellschaftendas vergangene Jahr durchaus erfreulich: Nicht zuletzt zum Jahresende trieben Übernahmen die Preise nach oben. „Die Goldaktien stiegen auf Euro-Basis etwa um 45 Prozent, was einem Hebel von zwei auf  
den Goldpreis entspricht. Im aktuellen Marktumfeld ist das ein sehr positives Ergebnis, das den aktuellen Aufwärtstrend des Gesamtmarkts bestätigt“, sagt Siegel.

DieBasismetalle konntenmit 2019 größtenteils zufrieden sein:Zwar verloren Zink (-7,2Prozent) und Blei unterm Strich an Wert, Aluminium (+0,7Prozent) und Kupfer (+5,8Prozent) notierten hingegen im Plus. Mit +29,7 Prozent war Nickeldas Basismetall mit der stärksten Entwicklung. AuchBrent-Ölstieg 2019 deutlich an. Sein Jahresschlusskurs von 66 US-Dollar pro Barrel entspricht einem Plus von 20 Prozent. „Die Entwicklung der Basismetalle und des Ölpreises deuten an, dass die Konjunktur weiterhin recht gut läuft. Unmittelbare Krisen sind nicht in Sicht, insofern stehen die Chancen gut, dass die Preisentwicklung im neuen Jahr 2020 in beiden Bereichen erst einmal stabil bleibt“, sagt Siegel abschließend.

Foto: Stabilitas, Shutterstock

1 Kommentar

  1. Der Herr Martin Siegel hat Recht: Jetzt wo wir auf die lang erwartete Wirtschaftskrise zusteuern, aber sie immer noch nicht erreicht haben, traut man sich nicht mehr sein Geld in Aktien, Fonds und Co zu stecken. Das gute alte Gold ist bei mir neben Palladium zur Lieblingsanlageoption geworden. Einfach Barren oder Münzen holen und wegschließen. Möglichst so, dass auch der Vater Staat da nicht rankommt. Wie auf https://www.gold-preisvergleich.de/news/view/anleger-kauften-im-dezember-noch-schnell-muenzen-und-barren/ aber berichtet wurde, ist seit dem ersten Januar die Bargeldgrenze für Goldkäufe allerdings von 10.000 auf 2.000 Euro gefallen. Das trifft besonders Leute wie mich, die gerne anonym investieren, ohne Angst zu haben, dass das Gold auf offizieller Seite vermerkt wird. Man merkt also schon wie der Staat versucht uns Goldkäufer in Schach zu halten.

    Kommentar von Arnold Schweiger — 5. Januar 2020 @ 16:20

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