20. Mai 2016, 10:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bleigewichte an den Flügeln

Die deutsche und europäische Politik haben dem Luftverkehr in zahlreichen Alleingängen einseitige Lasten auferlegt. Dies führt zu einer dramatischen Wettbewerbsverschiebung. Von Klaus-Peter Siegloch, Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)

20110616 Bdl Kps Zur Veroffentlichung Frei 172 Fein in Bleigewichte an den Flügeln

Klaus-Peter Siegloch: “Im internationalen Wettbewerb kann man nur mithalten, wenn bei Steuern, Gebühren und sonstigen Gesetzen die Rahmenbedingungen stimmen.”

Mit dem Beginn der Liberalisierung des Luftverkehrs Mitte der neunziger Jahre sind die deutschen Unternehmen stark in den internationalen Wettbewerb gestartet. Mit hoher Qualität und attraktiven Preisen tragen sie seitdem maßgeblich zu einem leistungsfähigen Wirtschaftsstandort Deutschland bei. Die Luftverkehrswirtschaft ist mit ihren Investitionen in Sicherheit, Energieeffizienz und Lärmreduktion zu einem wichtigen Teil eines nachhaltigen Verkehrssystems für unsere mobile Gesellschaft geworden.

Harter wirtschaftlicher Wettbewerb

Die Liberalisierung hat den internationalen Luftverkehr massiv verändert. Viele neue und inzwischen große Unternehmen sind dazu gekommen. Die Unternehmen stehen miteinander in einem harten wirtschaftlichen Wettbewerb. Dieser Wettbewerb wird über Qualität und Preise ausgetragen. In dem Ringen um die Kunden hat die deutsche Luftverkehrswirtschaft sich mit Know-how und wirtschaftlicher Effizienz eine Top-Qualität erarbeitet.

Aber im internationalen Wettbewerb kann man nur mithalten, wenn bei Steuern, Gebühren und sonstigen Gesetzen die Rahmenbedingungen stimmen. Hier ist in den letzten Jahren eine “Unwucht” entstanden. Die deutsche und europäische Politik haben in zahlreichen nationalen und europäischen Alleingängen dem Luftverkehr einseitige Lasten auferlegt. Wie Bleigewichte an den Flügeln belasten diese Auflagen inzwischen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Luftverkehrswirtschaft.

Deutsche Airlines können nicht mehr mithalten

Zu Beginn dieses Jahres haben Gutachter im Auftrag der Bundesregierung diese Wettbewerbslage analysiert: die nationalen Alleingänge mit der deutschen Luftverkehrssteuer, die weltweit rigidesten Flugbeschränkungen an deutschen Flughäfen, Luftsicherheitsgebühren, die nicht wie bei unseren Nachbarn oder in den USA teilweise vom Staat übernommen werden, sondern den Unternehmen über Gebühren in Rechnung gestellt werden – dies sind nur einige der von den Gutachtern analysierten Wettbewerbsverzerrungen.

Und die Folgen lassen sich entlang der internationalen Marktentwicklung ablesen. Weltweit wächst der Luftverkehr – allein im letzten Jahr um 6,5 Prozent. Aber obwohl die deutsche Wirtschaft brummt, können die deutschen Luftverkehrsunternehmen nicht mehr mithalten. Ihr Wachstum betrug nur noch 1,9 Prozent. Im gleichen Zeitraum verzeichnen die Airlines aus dem Nahen Osten und der Türkei ein Wachstum von zehn Prozent.

Seite zwei: Schieflage erkannt

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Kfz-Versicherung: Preiswettbewerb zeigt sich auch bei Kosten für Werbung bei Google

Der Preiskampf der Kfz-Versicherer zur Wechselsaison macht sich bereits bemerkbar: Verbraucher zahlen aktuell im Schnitt 301 Euro für die Kfz-Haftpflichtversicherung. Das sind 13 Prozent weniger als im August (346 Euro). Wo sich der Preiswettbewerb noch zeigt.

mehr ...

Immobilien

Keine zusätzliche Bürokratie für Hausbesitzer!

Für ein Grundstück darf es keine zwei Steuererklärungen geben, fordert der Bund der Steuerzahler mit Blick auf die Details zur Grundsteuerreform, die am morgigen Mittwoch im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags besprochen werden.

mehr ...

Investmentfonds

Zürcher: Ganzheitlicher Umgang mit Veränderung

Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG packt die Themen Vorsorge, Testamentsgestaltung und Stiftungsmodelle sowie die strategische Vermögensplanung in ihr Konzept „Next Generation“. Fondsmanagement und Rechtsberatung gehen dabei Hand in Hand.

mehr ...

Berater

Perspectivum setzt auf DIN-Norm

Die Perspectivum GmbH aus Grevenbroich bietet ab sofort Qualifizierungsmaßnahmen für die korrekte Umsetzung der DIN-Norm 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” an. Die Maßnahmen werden durch eine Prüfung und Zertifizierung durch das Defino Institut für Finanznorm abgeschlossen.

mehr ...

Sachwertanlagen

DNL Real Invest: Klarstellung zu TSO-DNL Vermögensanlagen

Die DNL Real Invest AG aus Düsseldorf stellt gegenüber ihren Vertriebspartnern klar, dass sie in den von ihr vertriebenen TSO-DNL Vermögensanlagen weiterhin Partner des Initiators TSO Europe Funds bleibt. Die gestrige Mitteilung zu einer neuen TSO-Emission ohne DNL hatte offenbar für Missverständnisse gesorgt.

mehr ...

Recht

Roland: Die Wahrheit über die häufigsten Rechtsirrtümer

Eric Schriddels, Partneranwalt der Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG von der Kanzlei Kaiser und Kollegen, klärt in einer aktuellen Presse-Information des Versicherers über die häufigsten Rechtsirrtümer auf. Welche das sind, lesen Sie hier.

mehr ...