13. Januar 2017, 14:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Aussichten für Chinas Wirtschaft verdüstern sich

Von Erholung keine Spur. Chinas Exporte fallen im Dezember unerwartet stark. Schwache globale Nachfrage und drohender Protektionismus unter dem künftigen US-Präsidenten Trump verstärken die Handelsrisiken.

Aussichten für Chinas Wirtschaft verdüstern sich

Trotz des schwachen Außenhandels rechnen Chinas Wirtschaftsplaner für das abgelaufene Jahr noch mit einem Wachstum von 6,7 Prozent, was aber so wenig wie seit 25 Jahren nicht mehr ist.

Enttäuschende Handelszahlen im Dezember verdüstern die Aussichten für eine erhoffte Erholung des Wirtschaftswachstums in China. Die Ausfuhren fielen in US-Dollar gerechnet unerwartet stark um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie der Zoll in Peking berichtete. Die Importe legten um 3,1 Prozent zu, was aber vor allem durch die Auffüllung der Lagerbestände vor dem frühen chinesischen Neujahrsfest Ende Januar erklärt wurde. Das Außenhandelsvolumen ging im Dezember um 2,2 Prozent zurück.

Auf das Jahr gerechnet erlebte die größte Handelsnation sogar einen Rückgang ihres Handelsvolumens um 6,8 Prozent. Die Bedingungen im vergangenen Jahr beschrieb Zollsprecher Huang Songping als “kompliziert und düster” mit wachsenden Unwägbarkeiten. Erst in der zweiten Jahreshälfte habe sich der Außenhandel durch Unterstützung der Regierung und höhere Nachfrage wieder stabilisiert.

Starker Rückgang der Exporte im Dezember

Nach einem minimalen Anstieg im November zeigte der überraschend starke Rückgang der Exporte im Dezember aber wieder neue Schwächen. Im gesamten Jahr fielen die Ausfuhren in US-Dollar bewertet um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Importe um 5,5 Prozent abnahmen. Der Handelsüberschuss ging nach Angaben des Zolls im vergangenen Jahr um 9,1 Prozent auf 3,35 Billionen Yuan, umgerechnet 486 Milliarden US-Dollar, zurück.

In Yuan gerechnet fiel die Entwicklung allerdings gemäßigter aus. Die Ausfuhren fielen laut Zollangaben demnach um zwei Prozent, während die Einfuhren sogar um 0,6 Prozent zulegten. Die chinesische Währung steht unter Druck und hat im vergangenen Jahr gegenüber dem US-Dollar um rund sechs Prozent verloren. So nahm das Handelsvolumen in Yuan gerechnet nur um 0,9 Prozent ab. Mit der Europäischen Union, dem größten Handelspartner, gab es einen Zuwachs um 1,2 Prozent.

Seite zwei: “Die guten Zeiten sind jetzt vorbei”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GDV: Entscheidung der Fed handelt gegen steigenden politischen Druck

Gestern entschied sich Jerome Powell dazu, seinen Kurs der Zinspolitik fortzusetzen. Die Auswirkungen für Deutschland scheinen geringer als gedacht zu sein .Ein Kommentar von Klaus Wiener, Chefvolkswirt des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Auch Eigenleistungen, Bausparvertrag oder Riester-Rente sind Eigenkapital

Eine Finanzierung der eigenen vier Wände sollte mit 15 Prozent Eigenkapital auf sichere Beine gestellt werden. Dabei zählt hier nicht nur das Ersparte. Auch Eigenleistungen wie Tapezieren oder Malern können als Eigenkapital angerechnet werden und machen den Hausbau so für Normalverdiener mit geringen Ersparnissen möglich.

mehr ...

Investmentfonds

Schwache Wirtschaft, niedrige Inflation, hohe Staatsverschuldung: Europa in der Krise?

Seit Anfang des Jahres häufen sich die negativen Wirtschaftsmeldungen: Immer weiter werden Konjunkturprognosen nach unten korrigiert und im Mai entfernte sich auch die Inflation wieder deutlich von der 2- Prozent-Zielmarke der EZB. Gleichzeitig sind die hohen Verschuldungsquoten und Reformstaus vieler europäischer Staaten bedenklich. Ein Kommentar von Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG.

mehr ...
20.06.2019

Powells Balanceakt

Berater

Nachbearbeitungspflichten: Burnout des Vertreters schränkt Wahlrecht nicht ein!

Das OLG Köln hat kürzlich darüber entschieden, ob der Vertreter Provisionen auch dann zurückzuzahlen hat, wenn er aus gesundheitlichen Gründen selbst keine Nachbearbeitung vorgenommen hat. Ein Gastbeitrag von Jürgen Evers, EversRechtsanwälte für Vertriebsrecht .

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

Trennung nach Schenkung: Geld zurück, bitte!

Geldgeschenke der Eltern eines Partners müssen zurückgezahlt werden, wenn sich das Paar kurze Zeit nach der Schenkung trennt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 18. Juni 2019 – X ZR 107/16).

mehr ...