Fondsbörse warnt erneut vor Aufkäufer-Angeboten

Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse

Die Fondsbörse berichtet von weiteren Aufkäufer-Anschreiben an Anleger bestehender Fonds und warnt davor, die Angebote gutgläubig zu akzeptieren. Ansonsten verlief der Handelsmonat April am Zweitmarkt ruhig.

Alleine aus dem April liegen der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG vier unterschiedliche Aufkäufer-Anschreiben vor, „eines davon mit Bezug auf unsere letzten Vermittlungskurse als Preisreferenz“, schreibt das Unternehmen in seinem monatlichen Marktbericht. „Als marktführender Handelsplatz begrüßen wir es, Transparenz in der Bewertung von Zweitmarkt-Angeboten herzustellen“, schreibt die Fondsbörse. „Zugleich warnen wir einmal mehr davor, Aufkäufer-Angebote gutgläubig zu akzeptieren“, betont sie. „In aller Regel lagen und liegen unsere börslich überwachten Zweitmarkt-Kurse oberhalb der Aufkäufe-Angebote – auch dann, wenn in den einschlägigen Anschreiben geschickt suggeriert wird, es handele sich um besonders attraktive Offerten.“

Die Fondsbörse hat schon mehrmals vor Angeboten gewarnt, mit denen professionelle und teilweise anonyme Aufkäufer die Anleger bestehender Fonds zum Verkauf animieren oder über das Ohr hauen wollen. Fondsbörse-Chef Alex Gadeberg sprach sogar schon von „Dummenfang“.

Auch ansonsten fand das Handelsgeschehen an der Fondsbörse nach einem starken Quartalsende im März im abgelaufenen April immer mehr zu „Business as usual“ zurück, so der Bericht des Unternehmens. Umsätze und Kurse bewegten sich im durchschnittlichen Bereich. Insgesamt wurden im April 476 Fondsanteile auf dem Zweitmarkt für Sachwertinvestments vermittelt. Der nominale Umsatz lag bei 17,26 Millionen Euro. Der durchschnittliche Handelskurs über alle Assetklassen hinweg lag bei 63,39 Prozent.

Weiterhin reges Interesse an Schiffsfonds

Die Assetklasse Immobilien prägte mit einem Anteil von nur 58,89 Prozent am Gesamtumsatz weniger deutlich als gewohnt das Marktgeschehen am Zweitmarkt. Hier wurde mit 306 erfolgten Vermittlungen (Vormonate: 409 bzw. 289 Vermittlungen) ein nominaler Umsatz von 10,16 Millionen erreicht (Vormonate: 14,19 Millionen Euro bzw. 11,09 Millionen Euro). Der Durchschnittskurs lag mit 84,60 Prozent auf dem üblichen Niveau (Vormonate: 90,60 Prozent bzw. 83,13 Prozent).

Die unter Sonstige Beteiligungen zusammengefassten Assetklassen wie Private Equity-, Erneuerbare Energien- und Flugzeugfonds trugen 16,64 Prozent zum Gesamtumsatz am Zweitmarkt bei. Dabei lag der Durchschnittskurs im Segment mit 35,65 Prozent etwas niedriger als zuletzt (Vormonate: 47,57 Prozent bzw. 41,10 Prozent). 85 Transaktionen summierten sich auf einen nominalen Umsatz von 2,87 Millionen Euro.

Schiffsfonds standen im April für 24,47 Prozent des Gesamtumsatzes und bestätigten abermals das derzeit rege Interesse an dem Segment, so die Fondsbörse. Insbesondere Beteiligungen an Container- und Tankschiffen blieben vor dem Hintergrund steil ansteigender Frachtraten stark gesucht. Die Kurse fielen mit durchschnittlich 31,22 Prozent verhältnismäßig moderat aus (Vormonate: 40,51 Prozent bzw. 29,83 Prozent). Insgesamt kam es zu einen Nominalumsatz von 4,22 Millionen Euro aus 85 Transaktionen.

Foto: Fondsbörse

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