Erneuerbare Energien: Aus Betroffenen Beteiligte machen

Die politische Diskussion über die Ausgestaltung der Energiewende im Vorfeld der EEG-Novelle hat viele Privatanleger verunsichert. Mit Investitionen in Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen im In- und Ausland wollen die Produktanbieter die Zurückhaltung der Investoren überwinden.

Axel Stiehler, Geschäftsführer von Aquila Capital: „An etablierten Windkraftstandorten wird es für Investoren zunehmend schwer, attraktive Renditen zu erwirtschaften.“

Der Konferenzraum im Hamburger Hotel „Scandic Emporio“ war gut gefüllt, als die Fondsanbieter Aquila Capital, Reconcept und Lacuna ihre Vertriebspartner Mitte März zum „Green Competence Day“ luden.

Auf der Veranstaltung wurde nicht nur ein Überblick über die derzeit in der Platzierung befindlichen Beteiligungsangebote der drei Häuser gegeben, auch aktuelle Fragen zur Energiewende wurden von Fachreferenten erörtert.

Großes Interesse von Beratern und Vermittlern

So berichtete Philipp Vohrer von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) über Stand und Perspektiven der erneuerbaren Energien regional, national und international, Dr. Michael Theusner vom Klimahaus Bremerhaven referierte über die Rolle des Klimawandels.

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Die Nachfragen aus dem Publikum zeigten: Das Interesse von Beratern und Vermittlern an Wind-, Solar- und Wasserkraftfonds ist weiterhin groß. Ihre Kunden dagegen sind derzeit noch zurückhaltend. Besonders die kontroverse politische Diskussion über die Ausgestaltung der Energiewende im Vorfeld der EEG-Novelle 2014 hat offenbar viele Privatanleger nachhaltig verunsichert.

Zwar wurden in den vergangenen Monaten mehrere New-Energy-Fonds aufgelegt, konzipiert entweder als KAGB-konforme Publikumsfonds oder als Vermögensanlagen, doch kaum eines dieser Beteiligungsangebote konnte bisher ausplatziert werden, der aktuelle Platzierungsstand liegt überwiegend deutlich unter 50 Prozent.

Die derzeit noch vorherrschende allgemeine Zurückhaltung gegenüber geschlossenen Investmentvehikeln dürfte ihr Übriges dazu beigetragen haben. Ganz anders sieht es dagegen im institutionellen Bereich aus: Die Anzahl institutioneller Investoren, die in erneuerbare Energien investiert sind, hat sich im vergangenen Jahr von 21 Prozent auf 39 Prozent erhöht und damit fast verdoppelt.

Seite zwei: Allgemeine Zurückhaltung

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