6. September 2016, 14:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hanjin-Gruppe hilft kriselnder Reederei-Tochter

Die südkoreanische Reederei Hanjin hat Probleme, noch den Betrieb aufrechterhalten. Weltweit sitzen Schiffe des Unternehmens fest. Der Mutterkonzern ist gefordert, mehr für die Rettung der Tochter zu tun.

Hanjin-Gruppe hilft kriselnder Reederei-Tochter

Hanjin ist die weltweit siebtgrößte Reederei.

Die südkoreanische Hanjin-Gruppe will der in Existenznot geratenen Reederei-Tochter Hanjin Shipping 100 Milliarden Won (80,1 Millionen Euro) zur Verfügung stellen. Um den Betrieb der zahlungsunfähigen Container-Reederei aufrechtzuerhalten, will Konzernchef Cho Yang Ho allein 40 Milliarden Won aus seinem Privatvermögen zahlen, wie die Hanjin Group am Dienstag mitteilte.

Um sich weitere 60 Milliarden Won beschaffen zu können, will der Konzern, zu dem auch die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air gehört, seine Anteile an Hafenterminals im Ausland als Sicherheit anbieten. Die Regierung in Seoul hatte den Konzern zuvor aufgerufen, mehr für die Rettung der weltweit siebtgrößten Linienreederei zu tun.

Insolvenzantrag sorgte für große Verunsicherung

Ob die jetzt vom Konzern geplanten Mittel ausreichen, um die Störungen im Container-Frachttransport zu beheben, ist unklar. Nach Berichten südkoreanischer Medien benötigt das hoch verschuldete Unternehmen schätzungsweise bis zu 600 Milliarden Won, damit die Containerladungen seiner Schiffe gelöscht werden können.

Der Insolvenzantrag von Hanjin in der vergangenen Woche hatte in der Industrie für große Verunsicherung gesorgt. Wegen des schwachen Seehandels sowie Überkapazitäten steckt die Branche weltweit in Schwierigkeiten.

Hanjin will rechtliche Schritte verhindern

Von den 141 Hanjin-Schiffen hätten sich bis zum Montag 73 außerhalb des Normalbetriebs befunden, sagte eine Firmensprecherin in Seoul am Dienstag. Den Schiffen wurde in zahlreichen Ländern die Hafeneinfahrt oder das Anlegen an Terminals aus Sorge verweigert, dass Gebühren nicht bezahlt werden können.

Hanjin will jetzt durch die Einleitung rechtlicher Schritte in Dutzenden Ländern verhindern, das Gläubiger Zugriff auf die Schiffe haben. In der vergangenen Woche hatte ein Gericht in Südkorea dem Antrag der Reederei auf Insolvenzverwaltung stattgegeben. Bis zum 25. November bleibt Hanjin Zeit, einen neuen Rettungsplan vorzulegen. Das Unternehmen drücken – Stand Ende Juni – nach eigenen Angaben Schulden in Höhe von umgerechnet fast fünf Milliarden Euro. (dpa-AFX)

Foto: Shuterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Allianz: Dental-Zusatzversicherungen ohne Wartezeit überzeugen im Vertrieb

Die zum 1. Januar 2020 eingeführten Allianz Dental-Zusatztarife ohne Wartezeiten kommen beim Vertrieb und Kunden gut an. Das zeigen die Halbjahreszahlen, die die Allianz Private Krankenversicherungen jetzt veröffentlicht hat.

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Neubau nicht den Weg versperren

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist im Mai 2020 in Deutschland der Bau von insgesamt 32.000 Wohnungen genehmigt worden. Dies seien 3,9 Prozent mehr Baugenehmigungen als im Mai 2019. Besonders deutlich sei die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern gestiegen (plus 8,7 Prozent).

mehr ...

Investmentfonds

Axa IM: Die Inflation ist nicht tot

In vielen Industrieländern steigen die Verbraucherpreise seit Jahrzehnten kaum noch. Oft heißt es, die Inflation sei tot – zumindest in den großen Volkswirtschaften. Die Teuerung in vielen großen Volkswirtschaften ist im historischen Vergleich tatsächlich sehr niedrig, und die Corona-Krise dürfte den Preisanstieg in nächster Zeit weiter dämpfen. Tot sei sie aber mitnichten, sagt Axa IM.

mehr ...

Berater

Vermittler erwarten Rückgang des Provisionsumsatzes um 14 Prozent

Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung hat Ende Juni eine zweite “Corona-Umfrage” durchgeführt, an der 461 Mitglieder teilgenommen haben. Das Ergebnis: Offenbar werden die Makler wieder optimistischer.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds besorgt sich fünf Millionen Euro am Kapitalmarkt

Der Asset Manager Lloyd Fonds AG hat heute die Wandelschuldverschreibung 2020/24 im Nennbetrag von fünf Millionen Euro erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Die Emission stieß insbesondere bei den neuen Investoren auf positive Resonanz.

mehr ...

Recht

“Mein Name ist Hufeld”: BaFin warnt vor Fake-Anrufen und -E-Mails

In Deutschland und der Schweiz gibt es einen besonders dreisten Fall des so genannten Enkel-Tricks.  So geben sich Cyber-Betrüger als Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder seine Pressesprecherin aus. Die BaFin warnt deutlich vor falschen Anrufen und Fake-E-Mails.

mehr ...