21. Dezember 2017, 18:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ein kleines Weihnachtsgeschenk der BaFin

Die Finanzaufsicht BaFin hat ihre Auffassung zur Aufgabenverteilung zwischen einer KVG und einem von ihr verwalteten alternativen Investmentfonds (AIF) in entscheidenden Punkten revidiert und das entsprechende Schreiben veröffentlicht. Die Branche kann aufatmen.

Shutterstock 519290395 in Ein kleines Weihnachtsgeschenk der BaFin

Die KVG-Manager können beruhigt in die Feiertage gehen: Ein Problem weniger

Nach der heute auf der Website der Behörde veröffentlichten “Auslegungsentscheidung” muss der Fonds der externen Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) zwar umfängliche Vollmachten erteilen und die KVG ist für die “kollektive Vermögensverwaltung”, also für den gesamten Fonds, verantwortlich und muss alle Entscheidungen treffen.

Grundsätzlich stehe es der KVG aber “frei, ob sie Rechtsgeschäfte mit Dritten, derer sie sich zur Erfüllung ihrer Verwaltungsaufgaben bedient, im eigenen Namen oder im Namen der AIF-Investmentgesellschaft abschließt”, so das BaFin-Schreiben.

Schreiben entscheidend verändert

Nicht nur Kauf- und Mietverträge, sondern auch alle anderen Verträge, die die Fondsojekte betreffen, wie etwa Reparaturen oder Hausverwaltung, können demnach von der KVG im Namen und auf Rechnung des Fonds abgeschlossen werden.

Lediglich Verträge zur Portfolioverwaltung und zum Risikomangement sowie zu etwaigen Auslagerungen muss die KVG in eigenem Namen abschließen. Damit wird die Branche wohl gut leben können.

Die BaFin ändert damit den Entwurf des Schreibens, den sie Anfang Februar 2017 veröffentlicht und zur Diskussion gestellt hatte, in entscheidenden Punkten. Danach hätte die KVG den größten Teil auch der objektbezogenen Verträge im eigenen Namen abschließen müssen.

Der Entwurf hatte zu heftiger Kritik der Branche geführt, da er weder der bisher üblichen Praxis noch dem handelsrechtlichen Konzept einer Kommandit- oder Aktiengesellschaft – also den beiden für geschlossene AIFs gesetzlich vorgeschriebenen Rechtsformen – entsprach. In der praktischen Gestaltung der Vertragsbeziehungen wäre zudem manches kaum sinnvoll umzusetzen gewesen. Dies hat sich nun erledigt. (sl)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...