Das ist noch ausbaufähig

Auch unter „Anbieter“ sind bisher nur Informationen zu vier KVGen (neben den genannten Häusern auch INP) enthalten. Das ist noch deutlich ausbaufähig.

Um wirklich ein “Portal“ zu sein, muss die Börse noch erheblich nachlegen, auch im Vergleich mit anderen Vertriebsplattformen – und nichts anderes ist erstmarkt.de letztlich. Die Website von Efonds zum Beispiel bietet ein weitaus größeres Produkt- und Informationsangebot, teilweise in Kooperation mit dem Sachwerteverband BSI.

Nun sagte Fondsbörse-Chef Alex Gadeberg schon zum Start von erstmarkt.de im Cash.-Interview (siehe Cash. 5/2017), die Seite diene nicht in erster Linie dazu, im Erstmarkt Geld zu verdienen. Vielmehr solle sie als Informationsportal den Erstmarkt zu beleben, um weiterhin im Zweitmarkt Geschäft machen zu können.

Fondsbörse als Vermittler

„Man kann nicht Gebrauchtwagenhändler sein, wenn keine Neuwagen verkauft werden“, so Gadeberg. Aber letztlich fungiert die Fondsbörse auch im Erstmarkt als Vermittler und erhält im Erfolgsfall eine Provision.

Insofern unterscheidet sie sich im Kern nicht von anderen Vertriebsplattformen und es erscheint zumindest diskussionswürdig, ob das Zitat des Hamburger Börsenpräsidenten Dr. Friedhelm Steinberg, mit dem der User auf fondsboerse-deutschland.de begrüßt wird, wirklich zutrifft: „Erstes – unabhängiges Infoportal für Alternative Investmentfonds“.

Insgesamt ist der Start des Portals – zumindest bezogen auf die vollmundigen Ankündigungen – also nicht wirklich überzeugend. Trotzdem darf die Website nicht vorschnell abgeschrieben werden.

Seite 3: Stehvermögen der Fondsbörse

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