8. März 2018, 15:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

KGAL plant Online-Plattform für Privatkunden

Der Asset Manager KGAL will offenbar in das Geschäft mit Privatanlegern zurückkehren: Die Gruppe entwickelt mit einem eigenen Fintech-Team eine Online-Plattform und Investmentprodukte für den Retailvertrieb.

Gert-Waltenbauer-KGAL in KGAL plant Online-Plattform für Privatkunden

KGAL-Chef Gert Waltenbauer plant den Markttest der neuen Plattform für Mitte 2018.

„Sachwerte sind für Privatkunden weiterhin interessant. Es gibt allerdings – außer einer begrenzten Auswahl an geschlossenen Fonds traditioneller Machart – wenig Investitionsmöglichkeiten“, erklärt Gert Waltenbauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der KGAL GmbH & Co. KG.

Diese Nische wolle man besetzen und zugleich berücksichtigen, dass Privatkunden auch Finanzprodukte zunehmend im Internet kaufen werden, teilt KGAL mit. Der Markttest der Plattform sei zur Jahresmitte 2018 vorgesehen. Um welche Art von Finanzprodukten es sich handeln wird, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Neugeschäftsvolumen 2,8 Milliarden Euro

KGAL zählte einst auch im Privatkundengeschäft zu den größten Emissionshäusern, hat sich aber seit 2013 aus diesem Bereich zurückgezogen. Auch 2017 war das Unternehmen ausschließlich auf (semi-) professionelle Investoren fokussiert und hat der Mitteilung zufolge ein Neugeschäftsvolumen von rund 2,8 Milliarden Euro erzielt. Das entspreche im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 47 Prozent (2016: 1,9 Mrd. Euro).

Das verwaltete Investitionsvolumen erhöhte sich auf 22,7 Milliarden Euro (plus 5,6 Prozent). Mit 1,5 Milliarden Euro habe man um 66 Prozent mehr Eigenkapital platziert als im Vorjahr. „Wir starten mit einem Rekordergebnis in unser Jubiläumsjahr“, sagt Waltenbauer. Die Unternehmensgruppe ist 1968 gegründet worden, feiert 2018 also ihr 50-jähriges Bestehen.

Im laufenden Jahr will die Gruppe wird ihr Kerngeschäft ausbauen und die Internationalisierung weiter vorantreiben. Unter anderem arbeite KGAL mit der Gründung einer neuen strategischen Unternehmenseinheit “Value-Add-Management” im Juli 2017 am systematischen Ausbau ihrer Wertschöpfungskette, und in der Assetklasse Infrastruktur werde das Spektrum neben Erneuerbaren Energien auf Investments im allgemeinen Energiebereich erweitert. (sl)

Foto: KGAL

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Pensionskassen: Mit Volldampf in den Untergang?

Der Niedrigzins beschäftigt Pensionskassen seit 10 Jahren. Diese Entwicklung nimmt durch die Corona-Krise weiter an Fahrt auf. Arbeitgeber sollten jetzt Risiken evaluieren und Handlungsoptionen prüfen, meint das Beratungshaus auxilion.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Die unbequeme Wahrheit über Erfolg in der Selbstständigkeit

Wenn Sie als selbstständiger Finanzdienstleister sich wirklich von der Konkurrenz abheben und zu den besten gehören möchten, dann geht das nur außerhalb der Komfortzone. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Hälfte der Steuerzahler will Soli-Ersparnis zurücklegen

Mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die im kommenden Jahr durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags mit einer Entlastung rechnen, will das zusätzliche Nettoeinkommen zurücklegen. Das ergab die jüngste Umfrage im Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die von INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt worden ist.

mehr ...