25. April 2018, 16:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

2016 Offizielles Pressefoto Printfa Hig in P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Gerhard Schick ist Finanzexperte der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und steht an erster Stelle der Fragesteller.

Ingesamt umfasst der fünfseitige Fragenkatalog unter der Überschrift “Container- und Schiffsfinanzierungen”, der unter anderem von dem Abgeordneten Dr. Gerhard Schick initiiert wurde, 43 Fragen. Sie befassen sich in erster Linie mit der seit nunmehr zehn Jahren andauernden Schifffahrtskrise, den Folgen für die Banken sowie mit geschlossenen Schiffsfonds und der Rolle der Finanzaufsicht BaFin.

Zehn der Fragen beziehen sich auf “Direktinvestments mit Fokus auf den Fall P&R”, also die Insolvenz von drei Gesellschaften des Containeranbieters P&R aus Grünwald.

Erhellende Antworten fraglich

Unter anderem wollen die Grünen wissen, über welche Banken und Sparkassen nach Kenntnis der Bundesregierung beziehungsweise der BaFin Direktinvestments der P&R-Gruppe vertrieben wurden (“bitte angeben, über welchen Zeitraum”), ob “aus Sicht der Bundesregierung bei P&R die Chancen und Risiken im Verkaufsprospekt umfassend dargestellt” wurden und “die Investoren alle nötigen Informationen” hatten und ob die von P&R bezahlten Containerpreise nach Ansicht der Bundesregierung jeweils im Rahmen üblicher Marktwerte lagen.

Ob die Fraktion zu diesen Fragen erhellende Antworten der Bundesregierung – vermutlich des Finanzministeriums – erhalten wird, darf bezweifelt werden, zumal die Container-Angebote der drei insolventen P&R-Gesellschaften noch nicht der gesetzlichen Prospektpflicht unterlagen. Das P&R-Unternehmen, dessen Prospekte seit 2017 von der BaFin gebilligt wurden, ist derzeit nicht insolvent.

Seite 2: “Tragfähigkeitsgutachten verpflichtend?”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Zahnärzte erhalten Extravergütung für Corona-Schutz

Die Corona-Pandemie stellt die Zahnarztpraxen vor immense Anforderungen, auch bei der Beschaffung von Schutzmaterial. Als schnelle und unbürokratische Hilfe haben die Bundeszahn­ärztekammer (BZÄK) und der Verband der Privaten Krankenver­sicherung (PKV) daher eine pragmatische Lösung zur Über­nahme der damit verbundenen Mehrkosten für die Praxen abge­stimmt.

mehr ...

Immobilien

Wie sich COVID-19 auf europäische Immobilien auswirkt

Da sich COVID-19 immer weiter ausbreitet und die Reaktion der Regierung sich daran orientiert, analysieren wir die jüngsten Entwicklungen und ihre möglichen Auswirkungen auf den europäischen Immobilienmarkt. Ein Kommentar von Chris Urwin, Director of Research, Real Assets bei Aviva Investors.

mehr ...

Investmentfonds

Gold-ETFs profitieren von Coronakrise

Während COVID-19 die globalen Märkte erschüttert hat, erreichten die Bestände an goldbesicherten ETFs im Monat März einen neuen Höchststand.

mehr ...

Berater

BaFin pfeift fünf weitere Unternehmen zurück

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Unternehmen die jeweils unerlaubt betriebenen Geschäfte untersagt und weist in zwei weiteren Fällen darauf hin, dass eine erforderliche Erlaubnis der BaFin nicht vorliegt. Letztere beiden Unternehmen agieren anonym im Netz und geben weder Rechtsform noch Sitz an.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzverfahren durch Corona nicht beeinträchtigt

Die Vermietung und Verwertung der Container im Zuge der Insolvenzverfahren der deutschen P&R Containervertriebsgesellschaften sind nach Informationen des Insolvenzverwalters bislang durch die Corona-Krise nicht beeinträchtigt. Eine beachtliche Summe aus der Verwertung wurde bereits realisiert.

mehr ...

Recht

Corona-Bonus – was Arbeitgeber beachten müssen

Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeitern einen steuerfreien Corona-Bonus bis zu 1.500 Euro zahlen. „Steuerfrei und sozialabgabenfrei ist der Bonus aber nur, wenn es sich um einen zusätzlichen Bonus handelt“, warnt Ecovis-Steuerberater Martin Fries in Aschaffenburg. Er erläutert, was Arbeitgeber beachten müssen, damit sie und ihre Mitarbeiter von der Steuerfreiheit profitieren.

mehr ...