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2. Oktober 2007, 00:00
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Policenkauf an der Ladentheke gefragt

Mehr als jeder zweite Bundesbürger kann sich vorstellen, an einem Stand im Lebensmittelgeschäft über Versicherungsprodukte informiert zu werden.
Jeder Achte wäre dabei auch bereit, seine Adresse zu hinterlassen um ein ausführliches Beratungsgespräch zu vereinbaren.

Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie “Versicherungsvertrieb der Zukunft” des Kölner Marktforschungsinstituts psychonomics AG. Dafür wurden 1.000 Personen ab 18 Jahren repräsentativ zur Nutzung neuer und traditioneller Vertriebswege befragt.

Als besonders attraktiver Kontaktpunkt zur Anbahnung von Versicherungsabschlüssen am Point-of-Sale (PoS) erweisen sich Bio-Läden: Jeder Dritte würde sich dort zu Versicherungen, die ein ökologisches und nachhaltiges Profil aufweisen, informieren und beraten lassen. Die Bereitschaft der Deutschen, Versicherungspolicen direkt an der Kasse zu erwerben, ist mit ein bis zwei Prozent allerdings noch sehr gering.

Insgesamt zeigt sich die Hälfte der privaten Versicherungsnehmer in Deutschland (50 Prozent) aufgeschlossen für neue Vertriebskonzepte der Assekuranz. 13 Prozent der Befragten, die der Gruppe “Progressive” zugeordnet werden, verfügen bereits über Erfahrungen mit dem Versicherungsabschluss jenseits klassischer Vertriebswege, 37 Prozent der so genannten “Toleranten” können sich für die Zukunft vorstellen, innovative Vertriebswege zu nutzen.

Die Hälfte der ?Konservativen? ist dagegen skeptisch und bevorzugt den herkömmlichen Vertrieb. Sie bemängeln etwa, dass Lebensmittelgeschäfte für den Vertrieb von Versicherungen ein unpassender Ort seien, einige betrachten dies sogar ausdrücklich als unseriös.

?Die Zukunft des Versicherungsvertriebs wird vielfältiger aussehen als heute. Neuartige Vertriebskonzepte wie am PoS gewinnen weiter an Bedeutung. Allerdings sollten die Potenziale auch nicht überschätzt werden. Es gilt, die Erwartungen und Wünsche der Kunden zu berücksichtigen, um Qualität und Seriosität des Angebots an den Kunden kommunizieren zu können. ” wertet Tanja Höllger, Studienleiterin bei psychonomics. (aks)

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