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27. November 2008, 00:00
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Große Skepsis über die Zukunft des Gesundheitssystems

Der Anteil der Bundesbürger, die der Politik zutrauen, in Zukunft eine gute Gesundheitsversorgung sicherzustellen, ist innerhalb der letzten drei Jahre von 23 auf 16 Prozent gesunken. Zudem rechnen 82 Prozent mit steigenden Beiträgen in der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) und rund drei Viertel mit weiter erhöhten Zuzahlungen für Medikamente. Diese Ergebnisse liefert der aktuelle Gesundheitsreport, eine Studie, die das Institut für Demoskopie Allensbach mit Unterstützung der Bundesärztekammer im Auftrag des Wieslocher Finanzmaklers MLP erstellt hat.

Aktuell beurteilen über die Hälfte der Befragten (57 Prozent) die Leistungsfähigkeit des Systems allerdings noch als ?gut? oder ?sehr gut?, das sind indes bereits fünf Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr und 23 Prozentpunkte weniger als 1994. 69 Prozent der Teilnehmer erwarten, dass es zunehmend zu einer Zwei-Klassengesellschaft in der medizinischen Versorgung kommt ? die Ärzte unter den Befragten gehen sogar zu 87 Prozent davon aus.

Fast die Hälfte der Bürger, die bereits etwas über den Gesundheitsfonds wissen, glauben, dass die Leistungen in der GKV im Zuge dieser Reform abnehmen werden. Momentan fühlt sich der Großteil der Befragten allerdings noch gut abgesichert: Unter den gesetzlich Versicherten tun dies 56 Prozent (2005: 60 Prozent), unter den privat Versicherten sind es 89 Prozent (2005: 87 Prozent). Angestiegen ist das Interesse an privaten Zusatztarifen, mittlerweile ziehen 44 Prozent der Befragten (weitere) Abschlüsse in Erwägung, 1997 waren es 23 Prozent, so die Studie.

?Die Ergebnisse zeigen jedes Jahr deutlicher, wie stark die Bürger das Vertrauen in das Gesundheitssystem verlieren?, kommentierte MLP-Chef Dr. Uwe Schroeder-Wildberg.

Befragt wurden im Rahmen der repräsentativen Umfrage 1.800 Bundesbürger und über 500 Ärzte. (hb)

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